Lage und Ausdehnung des Landes

Äquador Denkmal bei Quito Ecuador, das im Nordwesten Südamerikas auf einer Länge von 650 km an den Pazifik grenzt, ist mit 270.790 qkm der kleinste Andenstaat (und auch wesentlich kleiner als die Bundesrepublik Deutschland). Seinen Namen verdankt das Land der Tatsache, dass es vom Äquator durchquert wird.

Ecuador als Reiseland

Ecuador ist eines der beliebtesten Reiseländer Südamerikas geworden. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, u. a. den, dass es das ideale touristische Einsteigerland für den Kontinent ist, denn seine landschaftlichen, rassischen und kulturellen Eigenarten fassen die Besonderheiten aller lateinamerikanischen Länder zusammen. Blick auf Quito

Die Hauptstadt Quito ist mit 2850 m die zweithöchst gelegene Stadt der Erde. Sie wird als eine der schönsten Städte Lateinamerikas angesehen, dazu tragen verschiedene Faktoren bei:
Die einzigartige Lage an dem wuchtigen Vulkanmassiv Pichincha, die Historische Altstadt (Weltkulturerbe der UNESCO), die enge Verzahnung mit der Natur, ihr „ewiger Frühling“, die Ausflugsmöglichkeiten in die nähere und weitere Umgebung usw.
Quito ist meistens Ausgangs- und Endpunkt der Ecuador-Reisen ausländischer Besucher. Dies sollte auch bei Motorrad-Reisen der Fall sein.

Bevölkerung

So vielseitig die Landschaft Ecuadors ist, so unterschiedlich sind seine Menschen. Nicht nur, dass das Land Weiße, Indianer, Schwarze, Asiaten, Orientale und daraus hervorgegangene Mischrassen aufweist, es gibt eine Vielzahl ethnisch–kultureller Varianten. So lebt z. B. in nahezu allen Hochlandbecken eine jeweils andere indianische Bevölkerung. Dementsprechend bunt und abwechslungsreich ist das volkstümliche Leben, zu sehen auf den ländlichen Märkten, im weltlichen und religiösen Brauchtum bei allerlei Festen und Festlichkeiten im Jahresverlauf.

Gibt es eine ideale Reisezeit?

Da Ecuador in den inneren Tropen liegt, ergeben sich nur geringfügige jahreszeitliche Unterschiede. Demzufolge gibt es im Jahreslauf auch keine ideale Reisezeit – in Ecuador ist ganzjährig Motorrad–Saison! Allerdings können die Temperaturunterschiede im Laufe eines Tages groß sein. Es gibt aber noch viele andere Gründe Ecuador mit einem Motorrad zu bereisen unter anderem wird man in Ecuador als Motorradfahrer nicht schräg angesehen, sondern neugierig und freundlich bestaunt.



Eindrucksvolle Landschaften

Landesteile und Klima

In Ecuador liegen die unterschiedlichsten Landesteile dicht beieinander, d.h. nur wenige hundert Kilometer erstrecken sich zwischen dem Rand des Amazonasbeckens und den Sandstränden der Pazifikküste, getrennt durch die 5-6000 m hohen Kordilleren der Anden mit ihren oft schneebedeckten Vulkanbergen. Befindet man sich auf der Strecke, so ändern sich z. T. innerhalb eines Tages oder auch wenigen Stunden sowohl Landschaft wie Klima, was gerade mit dem Motorrad sehr reizvoll ist, da man die Natur viel intensiver miterlebt. So finden sich z. B. zwischen dem Fuß der Anden und deren Gipfel zwischen subtropisch (teilweise tropisch) und arktisch beinahe alle Klima- und Vegetationszonen der Erde.

Der Oriente

Cuyabeno Nationalpark Fast nur auf Schotterpisten gelangt man in das sich östlich der Anden erstreckende Amazonasgebiet, den Oriente. Auf der Ostabdachung der Anden geht der tropische Bergwald unversehens in die eigentlichen tropischen Regenwälder über. Diese sind in Ecuador besonders artenreich, da es sich um Rückzugsgebiete von Fauna und Flora der eiszeitlichen Epoche des Pleistozäns handelt.

Die Sierra

Avenida der Vulkane Die Hauptstrecken im Hochgebirge der Anden, der Sierra, sind meistens asphaltiert. Der Gebirgskörper bildet das Rückgrat des Landes, das in Ecuador, im Unterschied zu den Nachbarländern, besonders schmal ausgebildet ist. Deshalb sind die Übergänge zu den Tiefländern sehr abrupt, besonders im Westen, und die austretenden Flüsse haben tief eingeschnittene Kerbtäler geschaffen – eine landschaftlich sehr beeindruckende Szenerie. Die beiden Hauptgebirgsketten, die West- und Ostkordillere, werden von schneebedeckten Fünf- und Sechstausendern gekrönt, die den ecuadorianischen Anden ihre erhabene Schönheit verleihen. Alexander von Humboldt nannte 1802 die Sierra Ecuadors die „Avenida der Vulkane“.

Die Costa

Bananentplantage in der Costa Das tropische Küstentiefland erstreckt sich zwischen dem Hochgebirge der Anden und den längs der Küste verlaufenden Kordilleren (ca. um 700 m). Die wichtigsten Straßen der Costa sind meistens asphaltiert. Sie führen in ihrem nördlichen Teil durch tropische Regenwälder, im mittleren Bereich und um den Golf von Guayaquil durch endlos scheinende Bananen-, Kakao- und Zuckerrohrplantagen sowie Reisfeldern und ganz im Süden durch Trockenwälder, Savannen und wüstenhafte Gebiete. Ecuadors Badestrände

An der eigentlichen Küste führt die Strasse kilometerweit vorbei an wunderschönen, weitläufigen, meist menschenleeren Badestränden und entlegenen Fischerdörfern, aber auch durch touristisch erschlossene Badeorte. Hier und da muss auch ein Ausläufer der Küstenkordillere überquert werden.

 

(Text in Anlehnung an einen Prospekt der Reiseagentur
TRANSCORD , Quito)



Ecuador als Motorrad-Reiseland

Es gibt kaum ein geeigneteres Reisemittel als das Motorrad, um Land und Leute kennenzulernen. Ecuador kann auch als Paradies für Enduristen angesehen werden, da es für die Bewegungsfreiheit und das Motorrad noch keine Einschränkungen oder Verbote gibt. in der Sierra Wir möchten mit unseren Motorrad-Reisen aber nicht den Enduristen ansprechen, der das Abenteuer abseits der Straßen sucht, sondern vielmehr diejenigen, die mit ihrem Motorrad gemütlich reisen möchten, Spaß am fahren haben, die Landschaft und Natur bestaunen möchten. So können auch alle ausgesuchten Strecken mit Sozius/a und Gepäck bewältigt werden, was bei einem reinen Enduro-Unternehmen sicher nicht der Fall sein dürfte. Maquipucuna Empfehlenswert als Fortbewegungsmittel ist eine Reise-Enduro, z.B. eine BMW R80/100 GS, F 650 o.ä. zuverlässiges. Zu beachten bei der Wahl des Motorrads ist auch, dass es in Ecuador nur zwei Sorten Benzin gibt, das verbleite EXTRA (trotz der irreführenden Bezeichnung ist es Normalbenzin) und das bleifreie SUPER. Beide Sorten sind von minderer Qualität und nicht immer zusammen an den Tankstellen zu haben.