wofür - was - wie


Die aufgeführten Möglichkeiten dienen lediglich der Anregung und ersetztennicht die Beratung durch eine Fachfirma die bei einem größeren Umbau meist erforderlich ist.

Möglichkeiten für einen Umbau gibt es viele aus diesem Grund sollte man sich erst einmal Gedanken machen wofür der Umbau sein soll.
Z.B. Verbesserung der Fahrbarkeit im Alltagsbetrieb, Sporteinsätze wie Rallyefahrten oder ein Umbau zu einem Fernreisetauglichen Motorrad etc.

Wenn fest steht wozu das Motorrad umgebaut werden soll folgt die Auseinandersetzung mit was und wie.
Im Folgenden sind einige Möglichkeiten zum Umbau einer G/S oder GS zu einem Fernreisetauglichen Motorrad erläutert. Bei allen Änderungen sollte die Ersatzteilbeschaffung berücksichtigt werden, von einer Einzelanfertigung von wichtigen Teilen womöglich noch mit zusätzlichen erforderlichen Änderungen sollte man abstand nehmen denn in einem entlegenen Erdteil wird so etwas schwer zu ersetzten sein und ob der Hersteller des Unikates eine zweites in kurzer Zeit erschaffen kann und dies auch noch ohne Vorkasse ins Ausland verschickt mag zweifelhaft sein dies sollte man aber auf alle fälle wenn es unbedingt sein muss vor Beauftragung ansprechen. Die Verwendung von Serienteilen ist jedoch vorzuziehen.

1. Verbesserung des Fahrwerks:
Eine Preiswerte Verbesserung ist zu erzielen durch Tausch des Federbeines in ein Qualitativ besseres z.B. von WP oder Öhlins.
Die Gabel der GS kann durch ersetzten der Gabelfedern oder etwas kostspieliger durch den Einbau von Kartuschen der original Umbausatz von BMW, genannt "Sportfederung" hat die Teilenummer: 31 42 2 317 412 für ca.500,- Euro verbessert werden. Bei der G/S kann die Gabel der GS verbaut werden. Auch sollte man die Verstärkung des Rahmens und der Heckpartie in betracht ziehen.
Das beste jedoch auch am kostspieligten ist ein HPN Fahrwerk mit mehr Federweg.
Der Rahmen wird hierbei an mehreren Stellen durch Aufdopplung von Blechen verstärkt, das Ramenheck wird durch eine zusätzliche Strebe Stabiler und es können auch weitere Motifizierungen mit in den Umbau einfließen, wie im folgenden aufgelistet.
Rahmen
a) Soll dauerhaft ein Tiefer Auspuff montiert werden (gleichgroße Koffer) so kann die hierfür benötigte Halterung gleich mit angeschweißt werden. b) Halter für einen Großen Tank und einen nach obenverlegten Ölfilter c) Halter für eine Verkleidung und Instumententräger
Rahmenheck:
a) Der Gepäckträger kann verlängert/verkürzt werden b) Die Blinker lassen sich nach hinten versetzen hierdurch können größere Koffer angbauen werden c) es können Befestigungen für eine Hecktasche mit Mutter bzw. Gewinde am Gepäckträger angeschweißt werden. d) zum befestigen der Kofferträger lassen sich entsprechende Verstrebungen mit anschweißen und vorgesehene Löcher können mit einer Mutter versehen werden
Gabel
Die Gabel wird durch eine White Power Suspension Upside - Down Telegabel mit 295 mm Federweg ersetzt. Alternativ jedoch nicht mehr lieferbar und somit nur gebraucht zu erweben gibt es noch eine Marzocchi Magnum (Produktion wurde eingestellt) oder Öhlins
Schwinge
Damit das Fahrwerk wieder gerade steht muss die Schwinge verlängert werden, hier gibt es mehrere Möglichkeiten.
Eine verlängerte Schwinge der R80G/S
Noch robuster ist die Verlängerte R80G/S Schwinge mit 2. Schwingenholm und somit auch zwei Federbeinen was auch die Funktionssicherheit erhöht z.B. bei defekt eines Federbeines ist immer noch ein 2. vorhanden. Bei beiden Schwingen treten Lastwechselreaktionen beim Gasgeben oder Gaswegnehmen auf.
Die beste Fahrbarkeit wird durch den Einbau der R1100GS Schwinge erreicht jedoch sind einem Einbau eines 18 Zoll Hinterrades grenzen gesetzt. Es ist auch darauf zu achten das man keine Schwinge der ersten 1100er verbaut, hier gab es Probleme mit der haltbarkeit im bereich der Dämpferaufnahme, ein weiterer Schwachpunkt ist die Befestigung des Endantriebes auch hier kann es zu Materialdefekten unter hoher Belastung wie sie auch bei Fernreisen mit Gepäck auftreten kommen.
Die stabilste Lösung ist die HPN Schweißschwinge, sie ermöglicht Problemlos den Einbau eines 18 Zoll Rades und ist nochmals um einiges Stabiler als die BMW Schwinge.
Es lässt sich auch die Schwinge der R1150GS und das 1150er Federbein verbauen. Endantrieb/Hinterradbremse
Zur Verbesserung der Bremsleistung kann ein HPN Bremsnocken Verbaut werden, dies ist die kostengünstigste alternative um mehr Bremsleistung auf das Hinterrad zu bekommen. Der Bremshebel sollte zum Schutz nach oben Verlegt werden was alerdings wieder etwas mehr Kraftaufwand beim Bremsen erfordert. Bei einer Änderung auf eine Schwinge der R1100GS, HPN Schweißschwinge oder R1150GS Schwinge lassen sich Neue Endantriebe und Räder mit Scheibenbremse Verbauen. Hier ist die Bremswirkung am besten allerdings kann es zu erhöhtem Belagverschleiß führen gerade beim befahren von Erdpisten. Es stehen Entantriebe mit verschiedenen Übersetzungen zur Auswahl eine Motordrehzahl bei 100Km/h von ca. 4000U im letzten Gang ist erstrebenswert. Der Endantrieb R80GS ist kürzer übersetzt als der der R100GS. Die R100GS hat Original eine Übersetzung von 3,09. Für das Gehäuse der 4V-Boxer gibt es 2,75 - 2,82 - 2,91 - 3,00 - 3,20 und 3,36. Die Übersetzung 3,20 des Entantriebes der R850GS mit 18" Hinterrad ist etwas kürzer als das Original der R100GS HPN empfiehlt hierzu noch einen Längeren 5. Gang. Die Endgeschwindigkeit bei verschiedenen Übersetzungen lässt sich wie folgt berechnen:
Der Serienmotor ist mit 60PS bei 6500 angegeben, das entspricht 163km/h. Bei gleicher Drehzahl mit i=3,36 (statt 3,09) und Serienbereifung sind das 150km/h. Durch zusätzliche Änderung des 5. Ganges am Getriebe in einen längeren 5. Gang. verändern sich die obigen Zahlen wie folgt: 163 > 171, 150 > 157 Räder
Originalräder, Originalachse mit Exzel Felge, Bessere Einfacherer Reifenmontage mit Schlauch Beim HPN Schweißschwinge kein Original 17" Rad möglich nur HPN Sportrad wegen versatz.

2. Motor
Entscheidend ist die Erstzulassung des Fahrzeuges was am Motor geändert werden kann. Da es immer wieder Änderungen, was die Geräuschentwicklung und das Abgas betrifft gab und wohl auch immer wieder geben wird. Bei älteren Fahrzeugen bis Bj 1987 ist wesentlich mehr machbar.
Bei Masnahmen am Motor sollte für ein Fernreisemotorrad nicht die Leistungssteigerung im Vordergrund stehen sondern eher die Fahrbarkeit und Zuverlässigkeit.
Zündanlage
HPN bietet eine CDI Zündlichtanlage an der Vorteil besteht darin das sich die Leistung der Lichtmaschine auf 400W erhöht und der Zündfunke stärker und viel genauer ist als beim Original auch funktionirt dies anlage ohne Baterie. Die Anlage ist jedoch nicht mit Doppelzündung lieferbar. Der Einbau einer Doppelzündung erhöht zum einen die Zuverlässigkeit da pro Zylinder 2 Kerzen zu Verfügung stehen und zum anderen ist die Benzin Qualität nicht mehr wichtig da die Verbrennung um einiges besser ist. zusätzlich ist es durch Einbau der Doppelzündung möglich die Verdichtung etwas zu erhöhen um die Motorleistung etwas zu Steigern. Da es für Doppelzündungen mehrere Anbieter gibt sollte die Zuverlässigkeit und bei defekt die Möglichkeit als Notbehelf ein Seriensteuergerät einzubauen geprüft werden. Die beste Zündanlage war die Q-tech Kennfeldzündung die aber nicht mehr lieferbar ist Dirk Scheffer wird demnächst eine ähnliche Zündanlage anbieten. Um einige Hersteller zu nennen: Q-tech, Kleiber, Silent-Hektik, Breindl-Grope oder elektronik data kleiber (edknet.de) Zündung ohne original Hallgeber (Breindl-Grope, Laubersheim, Nockenwelle
Zur Erhöhung des Drehmoments und somit einer besseren Fahrbarkeit Trägt auch der Tausch der Nockenwelle bei. Hier ist eine mit 320 von HPN oder die Nockenwelle EM 201 - 326/318 Ein/Auslass von Dirk Scheffer zu empfehlen die Scheffer Nocke bringt ein sehr gutes Ansprechverhalten und hohes Losfahrdrehmoment, plus Leistung im mittleren Drehzahlbereich sowie williges Drehen auch über 6000 U/min. Jedoch gibt es auch hier noch mehrer Nockenprofile zur Auswahl .
(http://www.edelweiss-motorsport.de/)
Kolben Zylinder
Es gibt verschiedene Aufrüstsätze für den alten 2V Boxer das heist Zilynder und Kolben werden ausgetauscht. Siebenrock bietet das Powerkit/Upgrade-Kit, das Replasemant Kit und einen 1070ccm Satz.
1.) Upgrade-Kit Enthält Zylinder und Kolben (leichter als Originale) mit 94 mm Durchmesser (980 cm³) wobei der Kolbenboden mit Dom auf die 800er Köpfe passt. Also sogenanntes "plug & play". Da keinerlei Änderungen an den Köpfen vorgenommen wird kann es immer nur ein Kompromiß sein. Richtige konstruierte Brennraum/Kolbenbodenformen sehen etwas anders aus. Zwischen der Kante des Domanstiegs und dem Kopf können sich Klingelnester bilden. (Können, nicht müssen !)
2.) Replacement-Kit enthält auch Zyl. + Kolben mit 94 mm, ist aber gedacht als Ersatz für ältere 1000er. Kolben hat also eine "normale" Form des Bodens. Etwas leichter, höher verdichtet und somit etwas mehr Leistung. Bei Einsatz in einem 800er Motor müssen demnach die Köpfe angepaßt werden. Dazu wird der Kopf am Brennraum auf 94 mm ausgedreht, so daß er mit dem Kolbenboden zusammenpaßt. Bei diesem Kolbentyp sind wegen der anderen Ventiltaschen auch alternative Nockenwellen verwendbar. z.B. 320 , 296 Enduronocke etc.
Bei HPN ist ein 1043 ccm satz zu beziehen. Im Originalzustand der Kolben bei diesem Satz kann es zu Beschleunigungsklingeln kommen. Bei Dirk Scheffer kann der Kolben entsprechend bearbeitet werden damit dies vermieden wird.
Zylinderkopf
Der Kopf selbst kann Poliert werden was eine besser Füllung der Zylinder bewirkt. Ventile
Die Einlassventile könne 44mm der RS eingebaut werden Es gibt auch noch leichtere Ventile von Dirk Scheffer mit einem 7 mm Schaft
Stösselstange/Stössel
Pleul
Die Originalen Pleul lassen sich duch Kugelstrahlen und Polieren erleichtern Titanpleul die bei HPN erhältlich sind Ölwanne
Die Ölwanne sollte verstärkt werden hier bietet sich ein Zwischenring mit einer Bodenplatte aus Dural-Aluminium von HPN an.

Tipp: Anlasser Befestigungsschraube in eine Imbusschraube Tauschen damit dieser mit gängigem Werkzeug ausgebaut werden kann.
Auspuffanlage
Grundsätzlich gibt es zwei möglichkeiten den Auspuffendtopf zu befestigen die Original variante mit dem nach oben verlegten Endtopf oder einen tiefliegenden Endtopf der Vorteil enes tiefliegenden ist zweifelsohne der das die Koffer dichter am fahrzeug montiert werden können und sich zwei gleichgroße Koffer anbauen lassen ohne die simetrie zu stören und das heck mit Koffer ist schmäler so das sich das Motorrad einfacher durch enge Gassen Manefrieren laässt. Es lassen sich auch hier mehrere verschiedene Auspuffanlagen montieren, Die Originale die schon vorhanden ist Tausch des Endtofes in den HPN Baja, Beim Umbau auf eine Tiefliegenden Auspuff ist die verwendete Schwinge mit Ausschlaggebend Getriebe
Sinnvoll ist hier ein Kürzerer 1. Gang der das anfahren besonders an Steigungen erleichtert und es ermöglicht auch sehr langsam zu fahren. Ein Langer 5. Gang senkt die Drehzahl bei hohen geschwindigkeiten was sich auf den Verbrauch auf langen Autobahn Etappen bemerkbar macht.


3.Tank
Es stehen mehrere Möglichkeiten zur Wahl. Man kann sich bei verschiedenen Herstellern einen Tank z.B. aus Alu schweißen lassen dies währe jedoch eine Einzelanfertigung und somit bei defekt wieder schwerer zu ersetzen außerdem ist das Gewicht recht hoch. Besser man nimmt einen großen 43 Liter Tank er Erhöht die Reichweite auf ca. 600Km und wird von mehreren Anbietern z.B. Touratech, Wunderlich, Wüdo und HPN vertrieben.
Durch die Form des Tankes wird der Schwerpunkt gesenkt (zumindest wenn er nicht Rand voll ist) dies trägt somit auch zur Verbesserung des Handling bei.
Zur Wahl stehen 2 Materialien
Polyetielen, ist nicht lackierbar und sieht mit der Zeit nicht mehr so gut aus, hervorgerufen durch die Benzinausdünstungen vergilbt ein weiser Tank mit der Zeit und es gibt schwarze Riefen durch Kratzer die nicht mehr weg gehen dies ist jedoch nur ein optisches Mango. In Schwarz ist dieses Material am unempfindlichsten. Der große Vorteil ist jedoch das der Tank leichter ist als der Nylon Tank und kein Lack vergratzt. Der Poly Tank hat einen Schraubverschluss der nicht verschließbar ist
Nylon, ist lackierfähig dadurch gute Optik. Empfehlenswert ist eine Stelle vorne nicht mitzulackieren damit der Benzinstand eingesehen werden kann eventuell kann man sogar genaue Literangaben vornehmen durch stufenweises absetzten der freien Stelle. Bei der Rahmenfesten Verkleidung lassen sich die Freien Stellen vorne so Platzieren das die Optik nicht beeinträchtigt wird. Der goße Nachteil Meinermeinung nach ist, das der Lack unweigerlich mit der Zeit abgescheuert wird, gerade auch beim Einsatz eines Tankrucksackes. Ich klebe den Tank bei Fernreisen immer komplett mit Klebeband ab so bleibt der lack von abrieb und Kratzern verschont was die Optik allerdings wieder zu nichte macht. Jedoch denke ich oft ein Politank hätte es auch getan und wäre zudem noch um einiges billiger gewesen.
4.Verkleidung
Hier gibt es zwei grundsätzliche Arten eine Lenkerfeste und eine Rahmendfeste Verkleidung. Der große Vorteil der Rahmenfesten Vergleidung ist Zweifels ohne der, das dass Gewicht der Lampe und Armaturen nicht mitgelenkt werden muss 5.Lenker Protektoren
Lenker ALU oder Stahl, Stahl ist etwas schwerer der Vorteil ist aber das er wieder gerade gebogen werden kann. Armaturen Kokpit
Imo leichter mehrere Funktionen
6.Elektrik
Kabelbaum in zwei seperate Bäume Teilen einer für Motor zweiter für Licht usw. Griffheizung nur dünne Handschuhe mit dabei ausreichend LED Kontrolllampen unempfindlicher längere lebensdauer/Haltbarkeit 7.Räder und Reifen 8. Koffer und Träger


04.01.2005