15.11.2003 Abflug
Endlich ist es soweit, schon früh morgens 3 Uhr 30 stehen wir auf denn der Airliner geht um 5 Uhr. Bis wir mit unseren Sachen (Koffer, Rucksack etc.) zur Haltestelle kommen benötigen wir auch etwas Zeit und der Urlaub soll ja nicht mit Stress beginnen. Nachdem wir unser Gepäck aufgegeben haben Frühstücken wir erst einmal etwas. Danach ist auch schon Boarding Time und der Flieger hebt auch schon ab. Erst nach Madrid, hier umsteigen in eine größere Maschine, es klappt alles ganz toll. Keine Hetze, kein Stress. Die nächsten 12 Stunden gehen schnell vorbei. (Essen, Trinken, Fernsehen, Lesen und Schlafen). Ankunft in Ecuadors Hauptstadt Quito gegen 17 Uhr Ortszeit. Das Wetter ist super, Sonne und ca. 23 Grad. Wir fahren als Erstes mit dem Taxi zu unserer Unterkunft. Ein kleines privates Hostal von einer Schweizerin geführt in welchem wir auch bis zu unserer Weiterreise am 21 November bleiben.

16.11.2003 Quito
Ein wunderbarer blauer Himmel und Sonnenschein, was gibt es da Schöneres als etwas bummeln im Park, gemütlich etwas Trinken, ein Eis in der Heladeria, etwas Essen und schon ist der Tag vorbei. Nur an eines haben wir nicht gedacht, obwohl wir es ja hätten wissen müssen, das Eincremen und die Mütze gegen die doch sehr starken Sonnenstrahlen. Was sich am Abend mit rotem Gesicht und gespannter Haut bemerkbar machte. Nun half auch keine Aftersun mehr. Die nächsten Tage werden wir es bestimmt nicht vergessen.

17.11.2003 Quito und warten auf die Papiere fuers Motorrad
Schon zeitig stehen wir auf. Wir wollen ja heute unser Motorrad holen. Wir haben ja um den ganzen Papierkrieg (Zoll etc.) los zu sein in Deutschland etwas mehr bezahlt und vereinbart, dass wir das Motorrad Heute auch gleich mitnehmen wollen. Aber Pustekuchen, es war noch nichts passiert. Nach einigen Telefonaten konnten wir am Nachmittag zum Auslieferungslager fahren. Da stand es ja das gute Teil. Motorrad auf der Palette Nach einigem Hin und Her erlaubte man uns es von der Palette zu nehmen und fahrbereit zu machen. Denn fuer den Transport musste doch einiges zerlegt werden ( Ausbau des Vorderrades, Abbau des Lenkers etc.). Danach warteten wir geduldig auf den Agenten, dass er mit den Papieren kommt und wir losfahren koennen. Aber er lies sich nicht mehr blicken. Auch sein Name war in der Bodega keinem bekannt. Wir warteten bis 18 Uhr dann mussten wir gehen da das Lager geschlossen wurde. Aber am nächsten Morgen koennten wir ja wieder kommen. So kehrten wir zu Fuß etwas frustriert in unserer Unterkunft zurück aber so ist es eben.

18.11.2003 Quito und das Motorrad
Voller Erwartung und Freude machten wir uns am Morgen wieder auf den Weg zur Bodega in der das Motorrad auf uns wartete. Die Leute begrüßten uns schon mit Handschlag und einem mitleidigen Lächeln. So im Stundenturnus fragen sie uns ob wir unsere Papiere immer noch nicht hätten. Vom Agenten keine Spur. Auch einige Telefonate brachten uns nicht weiter, es hieß immer wieder in einer Stunde sei es soweit. Am Nachmittag war das Mitleid des Direktors des Lagers so groß, dass er die Sache in die Hand nahm. Er fand auch den Agenten der geduldig im Büro des Zolles auf die Abfertigung der Papiere wartete. Das Problem war, dass der Beamte nicht so recht wusste wie und was für Papiere er bearbeiten muss. (Komisch vor 3 Jahren als wir alles selbst geregelt hatten war dies kein Problem aber da kostete es ja auch nichts). Bis der Direktor alles geregelt hatte war es natürlich schon nach 18 Uhr und wir stellten uns schon darauf ein das Motorrad für eine weitere Nacht in der Bodega zu lassen. Gerade noch rechtzeitig bevor die Tore zugeschlossen wurden kam der Direktor mit einem Zollbeamten. Nachdem alles gestempelt, unterschrieben, kopiert und die Nummer vom Motor verglichen waren und wir endlich losfahren konnten fing es zu Regnen an. Darauf in keinster Weise vorbereitet, keine Regenkleidung und nur ein Helm da Petra mit dem Bus und den Ersatzreifen zurückfahren wollte. Aber da es mittlerweile schon dunkel war und es zu zweit einfacher ist sich zurechtzufinden setzten wir uns zu zweit auf das Motorrad und wir fuhren los. Bis wir in Unserer Unterkunft waren, waren wir nass bis auf die Knochen aber überglücklich das Motorrad endlich dabei zu haben.

19.-20.11.2003 Vorbereitungen
Die nächsten zwei Tage dienten der Vorbereitung und dem Besuch von Bekannten, auch mussten die Ersatzreifen für den Transport nach Lima deponiert werden.

21.11.2003 Quito-Riobamba 1.Fahrtag 200Km
Abfahrt von Quito ca. um 10 Uhr. Über die Panamericana geht es nach Riobamba. So zum Einstimmen ist es nicht schlecht. Die Strasse ist gut, alles geteert nur ein paar Schlaglöcher. In Ecuador selbst wollen wir ja dieses mal nicht herum fahren sondern nur zur Durchreise nach Peru nutzen, deshalb auch die Panamericana. Nicht, dass Ecuador nicht schön wäre, aber wir waren schon zweimal in Ecuador. Wir übernachteten im Hotel El Galbone, was eigentlich ein gutes Hotel sein sollte (vielleicht vor einigen Jahren) war nämlich schon sehr abgewohnt. Das Motorrad konnten wir direkt vor dem Eingang stellen, so dass es immer im Blickfeld der Rezeption war. Die Nacht war etwas laut, denn genau gegenüber war eine Disco. Als die Disco so gegen 2 Uhr Morgens schließ kam ein Bus an, wieder keine Ruhe. Als alle Zimmer belegt waren und wir auf ein paar Stunden Schlaf hofften, hielt erst ein, dann zwei und dann noch mehrere Autos auf dem Parkplatz der Disco, stellten die Anlage des einen Autos auf volle Lautstärke und gaben eine kleine Party. Geschrei, Gelaechter, Musik, ankommende und abfahrende Autos, Türen Geknalle und wieder kein Schlaf. Gegen 5 Uhr finden wir endlich etwas Schlaf.

22.11.2003 Riobamba - Cuenca 2.Fahrtag 267Km
Cuenca Hostal Macondo Weiterfahrt nach Cuenca. Die Strasse war ebenfalls gut, bis auf einer Stelle wo wegen eines Erdrutsches eine Umleitung über den Berg genommen werden musste. Mit der Unterkunft hatten wir diesmal wesentlich mehr Glück. Hostal Macondo. Sehr schönes Hostal mit nettem Garten und Innenhof. Das Motorrad konnten wir direkt neben die Rezeption stellen, nachdem wir durch die Haustuer und den Flur gefahren waren. Das Motorrad wurde von jedem bewundert und der Benzingestank machte niemanden etwas aus. Für uns war es etwas verwunderlich, denn so einfach hatten wir es uns nicht mit der Unterbringung des Motorrades gedacht. Aber die kommenden Tage bewiesen uns, dass es fast überall erlaubt wurde das Motorrad mit ins Haus zu nehmen.

23.-25.11.2003 Cuenca - Villcabamba 3.Fahrtag 255Km
Vilcabamba im Madre Tierra Fahrt nach Villcabamba über Loja. Zuerst wollten wir in Loja übernachten, aber die Strasse war wieder sehr gut. Nur ein paar Km Schotterstrecke. Deshalb waren wir auch sehr zeitig dran. Villcabamba liegt ca. 50 Km südöstlich (1 Stunde Fahrzeit) von Loja und nicht auf dem Weg zur Grenze über Macara nach Peru, aber Villcabamba soll im Tal der ewigen Jugend liegen. Nachweislich werden hier die Leute wesentlich älter als anderswo. Also fuhren wir nach Villcabamba um etwas Frische zu tanken. Damit es auch etwas anhält blieben wir 3 Tage und fuhren erst wieder am Mittwoch den 26. November weiter. Die Unterkunft war ein nettes Wellness Hotel (Wenn schon, Denn schon), am Hang gelegen. Unsere Cabana lag oberhalb des Gebäudes für die Wellness Anwendungen (Yakuzzi, Massage und was es sonst noch alles gibt) und des Küchentracktes. Gegessen wurde im Freien, das Klima war so mild und warm. Keine großen Temperaturschwankungen das ganze Jahr über. Nichts was den Kreislauf strapazieren könnte. Aber dann mussten wir weiter, ansonsten hätte mir meine Hose nicht mehr gepasst, das Essen war nämlich sehr gut und reichhaltig.

26.11.2003 Villcabamba - Zumba 4.Fahrtag 156Km
Eigentlich wollten wir über Loja nach Macara zur Grenze nach Peru fahren. Der Besitzer vom Matre Tierra (Wellness Hotel in Villcabamba) sagte uns aber, dass es hinter Zumba einen neuen Grenzübergang seit dem Frühjahr gibt. Die Straße sei zwar nicht sehr gut aber die Landschaft dafür umso schoener. Was sich auch bewahrheitete. Also änderten wir Landschaft bei Zumba unsere Pläne und fuhren nach Zumba. Der südlichste Ort von Ecuador. Die Teerstraße hoerte kurz hinter Villcabamba auf und danach sahen wir auch fuer die naechsten Tage nur noch Schotter- und Erdstraßen. In Zumba angekommen fuhren wir erst einmal in die Ortsmitte um uns zu orientieren und um eine Unterkunft zu suchen. Sofort waren wir von Leuten umringt, denn so ein Motorrad hatte man hier noch nie gesehen. Wir unterhielten uns etwas, ließen sie das Motorrad bestaunen, nur wie sie die Zylinder und die Krümmer anfassen wollten, rieten wir davon ab, denn so heiß wurden ihre Mopeds nicht. Wie wir erfuhren gab es nur 3 Unterkunftsmöglichkeiten im Ort. Werner schaute sie sich also mal Zumba an. Die ersten Zwei schieden aus, denn beim Einen war die Haustür zu schmal um hineinfahren zu können, beim 2ten hätte die Türgröße gestimmt, nur war der Eingang 1 m tiefer als die Strasse und nur ueber Stufen einer zu schmalen Treppe zu erreichen. Bei der 3ten und letzten Möglichkeit hatten wir mehr Glück. Die Tür war breit genug, der Eingang zwar auch nur über hohe Stufen erreichbar, die aber breit genug waren und nachdem man ein paar Bretter gesucht und gefunden hat, war dies kein Problem mehr. Da stand es nun im Hausflur. Aber was zischte da? Der Flur diente unter anderem als Depot für Gasflaschen und eine davon war nicht dicht. Werner redete mit Händen und Füssen auf die Besitzerin ein, dass dies sehr gefährlich sei und die Flasche weg muss. Sie meinte aber, sie hat die Flaschen immer da und braucht sie für die Küche. Sie gab sich etwas einsichtig, holte einen Lappen und deckte die Flasche ab, damit man das Zischen nicht mehr hört, aber wir gaben uns damit nicht zufrieden. Werner schilderte ihr alles mögliche was mit dem Haus passieren kann. Bis ihr Sohn, der dazu kam auch auf sie einredete. Zum Schluss brachten wir die Flasche ins Freie. Diese Nacht konnten wir dann ruhig schlafen.

27.11.2003 Zumba - Grenze Peru - Jaen 5.Fahrtag 185Km
Als wir aufwachten regnete es und anscheinend hat es auch die ganze Nacht geregnet, denn alles war nass und schlammig auf den Straßen. Nichts desto Trotz machten wir uns auf dem Weg. Es waren ja nur 26 Km laut Karte bis zur Grenze. Zum Schluss waren es ca. 50 Km für die wir auch 2 Stunden benötigten, denn der Weg war total aufgeweicht. Aber endlich erreichten wir die Grenze. Ecuadorianische Migradion Sie bestand aus einer 60 m langen Puente Internacional. Die Ausreise aus Ecuador war sehr einfach. Erst zur Migration, die Ausweise stempeln lassen und dann zum Zoll und das Carnet de Passage fuer das Motorrad stempeln lassen. Auf der anderen Seite der Bruecke, also in Peru, ganz aehnlich. Erst zur Migration Zettel fuer die Visas abholen und ausfuellen dann zur Policia National Zettel unterschreiben und stempeln lassen, zurueck zur Migration, nochmals ein Stempel auf den Zettel und in den Pass. Dann mit dem Carnet zum Zoll (Aduana). Motor- und Fahrgestellnummer vom Carne mit dem vom Motorrad verglichen. Die ganzen Stempel und Unterschriften auf das Carne und fertig waren wir. Dauerte alles ca.1 Stunde. Werner erledigte alles, ich stand in der Zwischenzeit beim Motorrad und gab den Leuten geduldig Auskunft auf ihre Fragen was uns und das Motorrad betraf. Neue Grenze nach Peru Dann ging es weiter ueber eine wieder teilweise noch schwierigere Piste, welche durch den starken Regen fast unpassierbar war, fuer ein Motorrad umsomehr. Der Schlamm war teilweise 20 - 30 cm hoch. Wir sahen danach aus wie Schweine die ein ausgiebiges Schlammbad genossen haben. Als das Schlimmste vorbei war wuschen wir uns erst einmal in einer Pfuetze etwas ab (Gott sei Dank hatten wir die separate Regenkleidung ueber unser Gorotex Anzuege angezogen). Die Leute die uns danach sahen, mussten ganz schoen Mitleid mit uns gehabt haben, denn sie schenkten uns etwas zu Essen (sehr gute Fruechte). Dabei waren doch schon wieder "sauber". Wir fuhren noch weiter bis Jaen, ein kleines gemuetliches Staedtchen welches nicht so oft Touristen sieht. Als wir vor einem Hotel hielten um uns nach einem Zimmer zu erkundigen waren wir in kuerzester Zeit von den Motorradtaxis umzingelt, die Strasse war fuers erste dicht. Denn natuerlich war auch hier unsere Motorrad das Erlebnis des Jahres. Sie selbst hatten nur 125er und 185er Yamahas. Derselbe Auflauf vor dem zweiten Hotel, einige fuhren sogar mit uns zum Hotel, sozusagen fast wie eine eigene Eskorte. Pool vom Hotel Jeder wollte vor uns her fahren und uns den Weg zeigen. So fanden wir natuerlich sehr einfach zum Hotel El Bosce (in welchen wir auch blieben, schoen angelegt mit grossem Pool). Ich kam gar nicht mehr zu Werner und dem Motorrad durch als ich aus dem Hotel kam und ihm sagen wollte, dass wir in diesem Hotel bleiben werden. Alle wollten schauen und mit uns reden. Nachdem ich mich durchgezwaengt hatte und wir uns einen Weg in die Garage gebannt hatten, natuerlich zur Enttäuschug aller anderen, sprang ich erst mal aus den Klamotten, rein in den Badeanzug und ab in den Pool. Was fuer ein herrliches Gefuehl. Da wir bis auf zwei weiteren Personen (Peruanische Geschaeftsleute) die einzigen Gaeste im Hotel waren, hatte ich den Pool fuer mich alleine. Werner kam natuerlich nach.

28.11.2003 Jaen
Diesen Tag nutzten wir zum Geldtauschen, ausruhen und zum Reinigen des Motorrades, was ohne Probleme in der großen Garage des Hotels ging. Zwei Angestellte des Hotels halfen uns sogar. Beim Motorrad Waschen Wir wollten eigentlich nur, dass sie uns zeigen wo wir einen Wasserschlauch finden, aber sie packten die Sache kurzer Hand selber an. Holten dann noch einen Eimer mit Seifenlauge, schaeumten alles nochmals schoen ein, gingen mit der Buerste ueber die Felgen und trockneten es hinterher auch noch etwas ab. Sie freuten sich dann noch sehr als Werner ihnen einiges am Motorrad zeigte und erklaerte. Ich erkannte gleich, dass ich bei dieser Reinigung ueberfluessig war und zog mich zum Pool zurueck. Es war naemlich schon am fruehen Morgen sehr heiß. Was will man mehr, strahlend blauer Himmel, Sonne, Pool und sonst weiter nichts am Hals. Nachmittags gesellte sich Werner zu mir, wir gingen noch etwas die Landkarten durch und ueberlegten wie wir als naechstes fahren werden. So ging dieser Tag auch langsam seinem Ende zu. Noch ein gemuetliches Abendessen ein Bierchen (oder zwei) dazu. Dann vielen uns auch schon die Augen zu. Die Klimaanlage lief fast die ganze Nacht durch, denn es kuehlte nur etwas ab.

29.11.2003 Jaen - Chachapoyas 6.Fahrtag 188Km
Am fruehen Morgen ging es weiter, wir wollten nach Chachapoyas. Bis Pedro Ruiz Gallo ging es auf einer neuen Asphaltstrasse, die in den Regenwald bis nach Tarapoto gebaut wird. In Neue Straße in den Amazonas Pedro Ruiz Gallo ging es rechts ab auf eine Erdpiste, die in sehr schlechtem Zustand war. Unterwegs hoerten wir immer oefter ein lautes Klappern von den Koffern. Kurz vor Chachapoyas wird eine neue Strasse gebaut, die zum Teil schon fertig gestellt ist. Nach Strecke nach Chachapoyas einigem Suchen kamen wir im Hotel Casa Vieja unter, ein sehr schoen renoviertes altes Gutshaus. Kaum hatten wir das Motorrad abgestellt, gab es einen heftigen Regenguss. Binnen weniger Minuten schoss das Wasser die Strassen herunter. Beim Entladen des Gepaeckes merkten wir, dass ein Koffertraeger an einer Schweißnaht abgerissen war. Wir bauten den Traeger gleich ab und ließen ihn, nachdem der Regen nachließ, gleich in einer Werkstatt schweißen. Danach machten wir uns auf die Suche nach einer preiswerten Tour nach Kuelap. Erst am Abend entschließen wir uns voellig genervt fur den Anbieter: Chachapoyas Tours (was wir auch nicht bereuten).

30.11.2003 Chachapoyas - Kuelap
Da unserer Tour schon um 7:45 Uhr losgehen sollte standen wir schon um 6:30 Uhr auf, damit wir um 7:00 Uhr Fruehstuecken konnten ( Man versicherte uns am Vortag, das es um 7:00 Uhr etwas gibt, damit wir rechtzeitig zu unserer Tour kommen). Aber das war alles nur gedacht, Blick auf Kuelap um 7:00 Uhr war noch niemand zu sehen. Bis wir jemanden gefunden hatten war es schon 7:15 Uhr. Wir gingen schon mal vorab zum Zaehneputzen, kurz vor 7:30 Uhr wurde das Fruehstueck serviert. Puenktlich um 7:45 Uhr waren wir am vereinbarten Treffpunkt aber es war außer einem Taxi dessen Fahrer geduldig wartete niemand zu sehen. Um 8:00 Uhr wurden wir schon Kuelap langsam nervoes als noch niemand auftauchten. Kurz nach 8:00 Uhr kam die Fuehrerin mit den 2 weiteren Teilnehmern, sie waren noch Fruestuecken. Haetten wir das geahnt!! Aber nun war das Taxi nicht mehr da. Als es kurze Zeit spaeter wieder auftauchte ging es endlich los. Da die Strasse vom starken Regen des Vortages noch schmierig war, waren wir froh diese Tour gebucht und nicht auf eigene Faust mit dem Motorrad zu unternehmen. Es wurde ein sehr schoener Tag. Unsere Fuehrerin Araselli war sehr nett und erzaehlte sehr ausfuehrlich die Geschichte von Kuelap. Da alles sehr interessant war und das Wetter herrlich, verging die Zeit wie im Flug. Wir wollten eigentlich um 2:00 Uhr schon wieder den Rueckweg angetreten haben, da wir uns zum Mittag in einem kleinen Restaurant auf dem Hinweg schon etwas bestellt hatten aber es wurde 4:30 Uhr bis wir dort wieder ankamen. Da war das Essen wenigstens fertig. Wir hatten uns je ein Cuy ( Meerschweinchen) bestellt, es war Cuy (Meerschweinchen) koestlich zubereitet. Danach ging es wieder zurueck nach Chachapoyas. Unterwegs hielten wir noch an den Ruinen von Macara, hier mussten wir den Fluss mit einer Seilbahn ueberqueren. Leider wurden auch diese Ruinen, wie so vieles, von den Spaniern zum groessten Teil zerstoert. Mittlerweile wurde es schon dunkel. Eigentlich sollte die Tour um 17:00 Uhr zu Ende sein. Nun war es schon nach 18:00 Uhr aber wir hatten ja eh nichts mehr vor. Nach einigen Kilometern hielt unser Fahrer um einem liegengebliebenen Kollegen zu helfen dessen Wagen nicht mehr lief, nachdem unser Fahrer festgestellt hatte woran es lag, aber er nichts weiter tun konnte, fuhren wir weiter. Wenige Kilometer vor Chachapoyas gab es fuer uns eine Zwangspause, wir hatten einen Platten und das außerhalb der Ortschaft ohne Licht. Aber fuer den Fahrer kein Problem, im Nu hatte er das Rad gewechselt. Diesen Tag ließen wir gemuetlich am offenen Kamin mit einem Glas Wein ausklingen.

01.12.2003 Chachapoyas - Leimebamba 7.Fahrtag 80Km
Da die Erdpiste heute schon wieder ganz gut abgetrocknet war und es auch sonst am fruehen Morgen nicht nach Regen aussah, ging es heute weiter nach Leimebamba einem kleinen Doerfchen in den Anden. Die Erdpiste lies sich im grossen und ganzen recht gut fahren, kurz vor unserem Ziel gab es aber dann doch noch Regen so das wir wieder recht gut Parkplatz für die Nacht eingeschlammt waren als wir ankamen. Da der Ort nicht sehr gross ist, sah uns der Besitzer des Hostalles Laguna de las Condores wohl schon kommen und hatte uns das groesere Tor geoeffnet so das wir gleich ins Hostal einfahren konnten. Hier standen wir erstmal unter einem Dach direkt neben der Tuer unseres Zimmers so dass wir ohne nass zu werden unser Gepaeck abladen konnten. Als am spaeten Nachmittag der Regen nachließ entschlossen wir uns, das einige Kilometer außerhalb der Ortschaft gelegene Museum zu besuchen in dem ueber 100 Mumien die erst vor kurzem in Graebern in einer Felswand entdeckt wurden aufbewahrt werden. Die Graeber wurden gelehrt um den Inhalt vor Grabraeubern zu schuetzen. Ueberhaupt bietet die naehere Umgebung einiges, man koennte ohne weiteres einige Wochen nur hier verbringen und zu den ganzen Historischen Orten wandern.

02.12.2003 Leimebamba - Celendin 8.Fahrtag 144Km
Landschaft beim Abra Barro Negro Da wir fuer laengere Wanderungen nicht die noetige Ausruestung mit uns haben, wir sind ja hier um Motorrad zu fahren, fuhren wir am fruehen Morgen weiter. Die recht gute Erdpiste Landschaft auf dem Weg nach Celendin fuehrte ueber den Pass Abra Barro Negro der immerhin schon 3600 m hoch ist. Wir genossen die herrliche Aussicht und die wundervolle Natur der Bergwelt. Nach dem Pass wurde die Stecke so schlecht das der Koffertraeger an der selben Stelle wieder abriss. In Celendin angekommen nahmen wir dieses Mal eine recht einfache Unterkunft im Hostal Maxmar, das aber eine Garage mit Auffahrtsrampen hatte. Eines der Kinder des Besitzers fuhr dann auch gleich mit mir zu einer Werkstatt, diesmal lies ich ein groesseres Teil anschweißen in der Hoffnung das es diesmal halten wird.

03.12.2003 Celendin - Banos del Inca 9.Fahrtag 101Km
Bungalows bei den öffentlichen Bädern Am morgen gab es zum Fruehstueck nur ein paar Broetchen und eine Coca Cola die wir uns am Abend gekauft hatten, denn wir wollten ja wieder frueh losfahren. So ging es dann auch ueber die schlechte Erdpiste weiter. Nur einige Kilometer vor unserem Ziel gab es dann eine knochentrockene Lehmpiste auf der man ueber 100 Km/h fahren konnte, im Regen aber bestimmt kein Spass denn da sind diese Pisten schlimmer wie Schmierseife. Vor Banos del Verkäuferinnen Inca endete dann die Erdpiste denn es ist ein Touristisch gut erschlossener Ort in dem es auch mit das teuerste Hotel Perus, natuerlich mit eigenem Thermalwasser gespeisten Badebecken, gibt. Wir nahmen uns einen Bungalow bei den oeffentlichen Baedern, der sehr geraeumig, mit grossem Vorzimmer, Schlafzimmer und einem Bad mit einem grossen Badebecken das auch eine Zuleitung von dem 78 Grad heissen Thermalwasser hat. Natuerlich gab es erst mal ein ausgedehntes Vollbad. Spaeter als wir uns den Ort anschauten fanden wir einen privaten Weinverkauf dem wir nicht widerstehen konnten.

04.12.2003 Banos del Inka - Cajamarca
Heute besichtigten wir Cajamarca, hier ließen wir uns auf dem Plaza erst einmal die Schuhe putzen denn diese hatten es bitter noetig. Danach ging es noch etwas Einkaufen, Kaese und Honig fuers Fruehstueck. Zurueck in Banos del Inka gab es am Nachmittag noch eine Massage denn so langsam spueren wir doch unsere Knochen von dem Geruettel auf den Erdpisten.

05.12.2003 Banos del Inka
Heute hieß es nur baden und relaxen.

06.12.2003 Baņos del Inka - Huanchaco 10.Fahrtag 302Km
Panamericana nach Trujillo Huanchaco Da uns alle abrieten und niemand die genaue Strecke durch die Anden nach Caraz kannte, auch in unseren 3 Landkarten die wir haben jeweils verschiedene Strassen eingezeichnet sind, es auch nur kleine Andendoerfchen ohne Uebernachtungsmoeglichkeit auf der Strecke geben soll und wir leider ein Zelt nicht dabei haben so dass wir irgendwo im Freien uebernachten koennten falls es zeitlich bis zum naechst groesseren Ort nicht zu schaffen ist, entschlossen wir uns an die Kueste zufahren und einen Stopp im Badeort Huanchaco bei Caballitos de TortoraTrujillo einzulegen und dann weiter suedlich bei Santa wieder in die Anden nach Caraz abzubiegen. Von Banos del Inca bis zur Panamericana gibt es eine recht gute Asphaltstrasse. Die Panamericana an der Kueste ist ebenfalls in sehr gutem Zustand und Asphaltiert, so dass wir in wenigen Stunden unser Ziel erreichten. In Huanchaco angekommen fand sich eine nette Unterkunft im Casa Suiza.




07.12.2003 Huanchaco, Chan Chan
Chan ChanHeute Morgen fuhren wir mit einem Minibus Richtung Trujillo, beim Abzweig nach Chan Chan ließen wir den Fahrer halten, weil es von hier aus nur noch ca. 800m sind, welche man gut zu Fuß laufen kann. Aber natuerlich warten auch hier die geschaeftstuechtigen Taxifahrer. (Taxi fahren ist in Peru sehr guenstig.) Nachdem wir uns auf 1 Sol (ungefaehr 25 Cent; 4,2 Sol entsprechen 1 Euro) geeinigt hatten, ließen wir uns die letzten Meter auch noch fahren. Beim Aussteigen erklaerte er Werner noch, welche Moeglichkeiten wir noch mit der Eintrittskarte fuer Chan Chan haetten. Es waren drei weitere kleinere Pyramidenkomplexe und das Museum. Da wir vom Tag vorher aus dem Bericht eines anderen Urlaubers wussten, dass es auf eigene Faust fast unmoeglich ist, diese Chan Chan Sachen zu finden, heuerten wir den Taxifahrer an, uns zu saemtliche Orte zu fahren. Das ganze fuer 20 Sol (keine 5 Euro). Der Taxifahrer wartete immer schoen geduldig bis wie alles besichtigt hatten. Da unser Taxifahrer sehr nett war, das Auto auch vertrauenswuerdig aussah und er nicht zu kaotisch fuhr, fragte Werner ob er uns auch noch Huaca del Dragon zu der Sonne und Mondpyramide fahren koenne die suedlich von Trujillo liegen. Am Anfang gab er sich recht ablehnend, denn diese Pyramiden laegen in einer ganz anderen Richtung und die Strasse dorthin waehre auch nur ein besserer Feldweg. Aus den Reisefuehrern wussten wir, dass ein Taxi alleine fuer die Pyramiden ca. 40 bis 50 Sol kostet. Aber wir einigten uns auf 52 Sol fuer saemtliche Fahrten (Chan Chan, Museum usw.), natuerlich die Heimfahrt nach Huanchaco ebenfalls mit inbegriffen. Als wir am spaeten Nachmittag in Huanchaco ankamen waren wir ganz schoen geschafft. Denn das viele umherlaufen zwischen den Sandruinen in der gluehenden Hitze macht ganz schoen schlapp. Aber trotzdem haben wir nicht bereut uns diese Sachen angesehen zu haben. Denn es ist schon gigantisch, was und wie sie vor zig Jahren alles gebaut hatten. Die Mondpyramide ist fuer ihre Farbenpracht im Huaca del Sol inneren bekannt. Es wurde sehr viel in den Farben Rot, Schwarz und Gold gemahlt. Die Farben blieben deshalb sehr gut erhalten, weil immer ein Geschoss fuer einen Priester gebaut wurde und wenn dieser starb, alles aufgefuellt und darauf die naechste Plattform Huaca de la Luna fuer den neuen Priester erbaut wurde. Auch Chan Chan war sehr beeindruckend. Es besteht aus insgesamt 9 Komplexen, leider sind 8 Komplexe nicht mehr zugaenglich, da sehr starker Regen in den Jahren 1925 und 1983 starke Beschaedigungen verursacht hatten. Dank der UNESCO und vieler Arbeiter konnten der 9 te Komplex vor dem El Nino im Jahr 1998 geschuetzt werden.




08.12.2003 Huanchaco - Caras 11.Fahrtag 308Km
Santa Tal Santa Tal Da wir uns nicht allzu lange an der Kueste aufhalten wollten, denn in den Anden beginnt nun auch so langsam aber sicher die Regenzeit, fuhren wir heute die Panamericana ca. 120 Km Richtung Sueden. Bei Santa bogen wir auf eine Erdpiste in die Berge ab. Wir entschlossen uns die Strecke durch das Tal des Rio Santa zu fahren denn alle die wir fragten sagten es sei eine der schoensten Strecken zum Nationalpark Huascaran. Die ersten Kilometer der Piste waren so schlecht das wir schon dachten erst spaet in der Nacht Caras Santa Talzu erreichen, aber die Piste wurde mit der Zeit besser so das wir im Schnitt mit ca. 50 Km fahren konnten, so hatten wir auch genuegend Zeit des Oefteren anzuhalten um ein par Bilder von der herrlichen Landschaft zu schießen. Im oberen Teil des Tales ging es dann durch den Canyon del Pato in dieser Schlucht sind die Berge der Cordillera Negra und Plaza de Armas in Caraz Blanca nur wenige Meter voneinander getrennt und die Piste fuehrt durch 39 Tunnel. Kurz vor Caras endete dann die Erdpiste und es ging auf einer guten kurvenreichen Asphaltstrasse weiter. In Caras entschieden wir uns fur das Hotel Perlas de Los Andes das sich direkt am Plaza de Armas befindet auch hier konnten wir wieder problemlos das Motorrad bei der Rezeption abstellen.

09.12.2003 Ausflug in die Cordillera Blanca 12.Fahrtag 118Km
Laguna Orconcocha Heute ließen wir es etwas ruhiger angehen nachdem wir ja gestern von Trujillo bis Caras gefahren sind. Es stand nur ein Ausflug in die Cordillera auf dem Programm. Nach einem gemuetlichen Fruehstueck ging es bei herrlichem Sonnenschein los. Die ersten Kilometer hatten wir noch eine gute Teerstrasse danach ging eis in Yungay ab und eine Erdpiste Auffahrt zum Pass Portachuelo de Llanganuco 4737 m fuehrte uns den Berg hinauf in den Nationalpark zur Laguna Orconcocha auf 3846 m hoehe gelegen, die in herrlichem Tuerkis leuchteten. Nach einem laengeren Aufenthalt fuhren wir noch den Pass Portachuelo de Llanganuco auf 4737 m hinauf, von hier hatte wir einen herrlichen Ausblick auf die umliegenden schneebedeckten Berge der Cordillera Blanca. Natuerlich war es hier auch dementsprechend kalt und muehsam schlaengelten wir uns die engen und steilen Serpentinen wieder nach unten. Erst am spaeten Nachmittag kehrten wir nach Caras zurueck.

10.12.2003 Caraz - Huanuco 13.Fahrtag 396Km
Einer der vielen Schneeberge Heute ging es weiter nach Huanuco das wir am spaeten Abend nach 12 Stunden anstrengender Fahrt in der Daemmerung erreichten. Der erste Teil der heutigen Strecke fuehrte ueber den Pass Abra Yanashalla mit einer Hoehe von 4720 m auf einer neuen Asphaltstrasse bis zum Abzweig nach Huallanca, ab hier ging es nun wieder ueber Erdpisten weiter. Den Ort La Auffahrt zum Pass Abra Yanashalla 4720 m Union in dem es einfache Uebernachtungsmoeglichkeiten gibt erreichten wir am fruehen Nachmittag so dass wir uns entschlossen nach Huanuco weiterzufahren. Auf halber Strecke begann es dann sehr heftig zu Regnen und die Piste weichte stellenweise sehr stark auf, so dass es nur noch im Schritt-Tempo weiterging. Zwischenzeitlich dachten wir schon wir Platz bei der Rezeption muessten nun irgendwo auf freier Strecke bis zum Morgen ausharren denn in der Nacht ueber die sehr rutschige Piste mit zum Teil steilen Abhaengen zu fahren waehre zu gefaehrlich gewesen. In Huanuco angekommen erwies sich die Hotelsuche erstmals etwas schwierig da die meisten Hotels im 2 Stock der Gebaeude sind, darunter Geschaefte und somit auch keine Parkmoeglichkeit fuer unser Motorrad haben. Letztendlich konnten wir das Motorrad im "Hostal Huanuco" in der Rezeption abstellen, denn zum Innenhof war die Tuere zu schmal.

11.12.2003 Huanuco
Schon in der Nacht fuehlte sich Werner nicht gut und musste des Oefteren das Stille Oertchen aufsuchen. So unternahmen wir heute nicht sehr viel, schauten uns nur etwas im Plaza de Armas in HuanucoZentrum am Plaza de Armas um. Da es Werner am Abend trotz viel Tee und nur etwas Huehnersuppe nicht viel besser ging brachte der Besitzer des Hotels eine Thermoskanne Tee fuer die Nacht.

12.12.2003 Huanuco
Heute ging es Werner etwas besser der Tee fuer die Nacht hatte wohl etwas geholfen. So fuhren wir am Vormittag zum Motorrad waschen, denn der Schlamm klebte noch ueberall zentimeterdick. Etwas außerhalb des Zentrums fand sich dann auch eine Waschanlage nach etwa zwei Stunden die der Mann in der Waschanlage zum Abspritzen und Waschen benoetigte sah man wieder die Farbe des Lacks. Das ganze kostete gerade mal 5 Sol. Den Rest des Tages bummelten wir noch etwas durch die Stadt.

13.12.2003 Huanuco - Huancayo 14.Fahrtag 358Km
beim Interview Am fruehen Morgen hieß es wieder das Gepaeck verstauen denn nun ging es weiter nach Huancayo. Als das Motorrad vor der Hoteltuer stand bildete sich schnell wieder eine Menschentraube um uns herum und alle wollten wieder wissen woher wir kommen, wohin wir wollen, wie viel PS das Motorrad hat und was es kostet. Ein Reporter des Stadtradiosenders Treffen bei Cerro de Pascofand sich auch ein und bat uns um ein kurzes Interview, das wir natuerlich gerne so gut es unsere Spanisch Kenntnisse zuließen gaben. Er war sehr erfreut darueber und lobte sogar unser gebrochenes Spanisch. Die Strasse nach Huancayo ist komplett asphaltiert und fuehrt an "Cerro de Pasco" die auf 4300 Meter hoechstgelegene Stadt Perus vorbei da es stellenweise bewoelkt und regnerisch war wurde es sehr kalt. Kurz hinter Cerro de Pasco trafen wir das erste Mal seit wir unterwegs sind 2 Motorradfahrer, natuerlich wurde auf einen Plausch gehalten. Sie waren schon seit 3 Jahren mit KTMīs unterwegs und hatten schon ueber 100.000 Km ohne groessere Probleme zurueckgelegt. Am Landschaft auf dem Weg nach HuancayoNachmittag kamen wir in Huancayo an. Im "Casa de la Abuela" von dem schon einige berichteten nahmen wir ein Zimmer. Die Oma vom Hostal war wirklich sehr nett und am Abend kochte sie Cuy in Erdnußsose mit Kartoffeln, was sehr lecker schmeckte. In der Nacht wurde es dann sehr kalt, so das wir unsere lange Unterwaesche und 3 Wolldecken zum Schlafen brauchten, die Stadt liegt auf ca. 3270 Meter Hoehe und gegen Abend gab es einen kurzen Regenschauer.




14.12.2003 Huancayo
Nach dem Fruehstueck gingen wir zum grossen Sonntagsmarkt der sich ueber mehrere Bloecke in einer Strasse erstreckte, hier gibt es wirklich alles was man sich so vorstellen kann. Wir bummelten bis zum Nachmittag durch die Staende, danach gab es noch eine leckere Torte in einer Konditorei und so verging auch der Tag wie im Fluge.

15.12.2003 Huancayo
Heute war nochmals etwas bummeln und ausruhen angesagt. Unter anderem brachten wir Petras Motorradstiefel zum Schuhmacher da sich die Sohle langsam aber sicher abloeste (Europaeische Wertarbeit), die Sohle wurde nun nicht nur angeklebt sondern auch ringsherum genaeht.

16.12.2003 Huancayo
Wir sind noch immer in Huancayo, eigentlich wollten wir ja heute Morgen weiterfahren, aber Werner ging es nicht so besonders. Er hat leichte Magenbeschwerden und etwas Fieber und liegt schon den ganzen Tag im Bett. Nur heute Mittag ist er mal aufgestanden um eine Huehnersuppe zu essen. Ich habe ihn auch schon mit 2 Kannen Tee versorgt. Mit Kräutern aus der Region, welche sehr gut helfen sollen bei Magenbeschwerden, sagt man. Mal sehen. Wir wollen fuers Erste unsere vorgesehene Route etwas abaendern, denn hoechstwahrscheinlich kommt es von der Hoehe. Also wollen wir erstmal an die Kueste fahren. Ica, Pisco oder Nasca, wissen noch nicht genau. Wo wir eben ein schoenes Plaetzchen finden wo Werner sich erholen und ich mich etwas am Strand aalen kann.

17.12.2003 Von Huancayo nach Huancavelica 15.Fahrtag 146Km
Landschaft auf dem Weg nach HuancavelicaWerner ging es wieder etwas besser, so dass wir weiterfahren konnten. Nachdem wir unser Gepaeck am Motorrad verstaut und unser Fruehstueck gegessen hatten ging es los. Schon am Ortsausgang gab es eine Umleitung die natuerlich nicht besonders gut ausgewiesen war. Aber danach hatten wir fuer einige Kilometer geteerte Strasse, wir freuten uns schon dass wir gut voran kamen aber nach kurzer Zeit begann es wieder zu Regnen und an einer Gabelung ging es in eine Erdpiste ueber. Nach kurzer Zeit kamen wir an eine Straßensperre. Wir erfuhren, dass die Strasse wegen einer ca. 50 Km langen Baustelle gesperrt ist und erst (zum glueck schon) in einer halben Stunde fuer den Verkehr freigegeben wird. Da es auch am Vortag schon stark geregnet hat war die ganze Strecke zum Eine der zahlreichen KirchenTeil sehr schlammig und rutschig, eine Stelle konnten wir nur mit Hilfe einiger Arbeiter, die das Motorrad hielten, ueberwinden. Weder die Reifen noch die Fueße fanden halt. Am Ende der Baustelle erreichten wir den Ort Izcuchaca hier ging es ueber eine Bruecke in den Ort und gleich links nach Huancavelica. Wir entschieden uns wegen der zum Teil noch sehr nassen Piste fuer den Hauptweg. Nun ging es auch stetig Bergauf bis auf ca. 4800m Durch eine bezaubernde sich staendig aendernde Berglandschaft selbst die Farben der Felsen aenderten sich. Die Strasse war zum groessten Teil geteert jedoch mit riesigen Schlagloechern uebersaet. In Huancavelica angekommen fanden wir gleich am Ortseingang eine Moeglichkeit um uns und das Motorrad abzuspritzen, so dass der groebste Schlamm weg war. Wir kamen im Hotel Ascension unter, das direkt am Placa de Armas ist. Das Hotel ist sehr sauber und hat Zimmer in verschiedenen Preislagen. Auch bestand die Moeglichkeit mit dem Motorrad hinein zufahren. Als erstes genossen wir eine heiße Dusche und danach gingen wir noch in eine Brasseria ein Haehnchen essen.

18.12.2003 In Huancavelica eingeschneit
Plaza de Armas in Huancavelica Eigentlich wollten wir ja heute weiter fahren, um uns langsam zur Kueste zu tasten, aber heute heißt es erst einmal: Warten. Es hat naemlich die ganze Nacht geregnet. Und da wir uns mitten in den Anden befinden, umgeben von den hoechsten befahrbaren Paessen der Welt (4800 bis 5000m) hat es hier natuerlich geschneit. Es liegt zum Teil 70cm Neuschnee und das ist bei den Passtrassen ein unueberwindbares Hindernis.




19.12.2003 Huancavelica - Huaytara 16.Fahrtag 218Km
Altiplano Altiplano Am Morgen sah es schon sehr gut aus, in der Nacht gab es keinen Regen und der Schnee auf den Bergen um Huancavelica war auch abgetaut. Nach dem Fruehstueck verstauten wir das Gepaeck, nachdem wir noch getankt und uns nach dem richtigen Weg durchgefragt hatten ging es zum Altiplano hinauf. Welches das hoechste befahrbare der Welt ist. Die Erdpiste war schon gut von der scheinenden Sonne abgetrocknet und in sehr gutem Zustand, so dass wir mit teilweise 70 Km/h gut vorankamen. So konnten Altiplano wir des Oefteren anhalten um die wunderschoene Berglandschaft, Lamas und Alpacas zu fotografieren.Nach Huaytara
Nach jeder Kurve stellte sich ein immer wieder schoener Ausblick dar. Die Sonne lies die Felswaende in den verschiedensten Farben schillern. Nach ca. 50 Km erreichten wir den Pass Abra Chonta der 4853 m hoch ist. Von hier geht eine Strasse ab zum 3 Km entfernten mit 5023 m hoechsten befahrbaren Pass der Welt. Leider konnten wir die 3 Km nicht ganz bis nach oben fahren, denn die Piste war vom Schnee der Vortage zu aufgeweicht und schlammig. Nach Huaytara Zudem fing es auch noch zu schneien an. So entschlossen wir uns, auf halber Strecke umzudrehen. Weiter ging es dann an herrlichen Lagunen vorbei nach Santa Ines. Hier entschlossen wir uns, nachdem wir uns nach dem Weg erkundigt hatten, fuer die zwar laengere Erdpiste die jedoch schon naeher an Pisco endet. Dies haben wir auch nicht bereut, denn es ging weiter vorbei an Lagunen und stetig abwaerts durch eine grandiose Landschaft. Nach Huaytara Mit jedem Kilometer wurde es waermer so dass wir unsere dicken Wintersachen Stueck fuer Stueck ausziehen mussten. Auf dem Altiplano hatten wir 10 Grad und nun auf ca. 2000m Hoehe waren es fast 30 Grad. Bei Pampano endete die Erdpiste und wir kamen auf die Hauptverbindungsstrasse von Pisco nach Ayacucho, die komplett asphaltiert ist. Hier fuhren wir ca. 30 Km Richtung Ayacucho in den Ort Huaytara, in dessen Naehe die Ruinen Incahausi liegen, die wir am naechsten Morgen besichtigen wollten. Polizeistadion in Huaytara Leider hatte das im Footprint beschriebene Hotel schon laenger geschlossen. Und in den uebrigen 3 Hostalles gab es keine Moeglichkeit das Motorrad zu parken, bzw. im Hostal Municipal, das eine Garage gegenueber hatte, wollten wir nicht uebernachten, denn es ist sehr heruntergekommen und schmutzig. So fragten wir bei der Polizeistation nach einer Unterstellmoeglichkeit. Man bot uns sofort einen Platz im Innenhof an, welchen wir auch dankbar annahmen.

20.12.2003 Huaytara-Ica 17.Fahrtag 188Km
Kirche von  Huaytara beim Motorradwaschen Nachdem ja das gute Hotel in Huaytara nicht mehr existiert und dieanderen nicht die Wucht waren, entschlossen wir uns heute schon nach Ica weiterzufahren. Am fruehen Morgen waehrend ich das Gepaeck verstaute besuchte Petra die Kirche im Ort, die auf einem Incaischen Tempel errichtet wurde. Nachdem wir uns von den Polizisten verabschiedet hatten ging es die sehr gute Asphaltstrasse abwaerts Richtung Kueste. Immer wieder waren Ziegenherden auf der Strasse unterwegs. Da wir noch nichts Gefruehstueckt hatten hielten wir an einem Restaurant an, hier bestellten wir Kaffe, Brot und Eier. Tambo Colorado Die Besitzerin fragte uns des oefteren ob wir den schon satt seien und ob es genug war, denn alle anderen die zum Essen kamen bestellten sich riesen Portionen, Suppe und Reis mit Beilagen. Ich erklaerte ihr, dass wir immer erst spaeter am Tage etwas Groesseres essen. Neben dem Restaurant gab es einen Waschplatz fuer Autos diesen nutzten wir um das Motorrad etwas gruendlicher zu reinigen. Die naechsten Tage entlang der Panamericana gibt es ja nur noch Asphaltstrassen. Huancachina Nach ca. 75 Km kamen wir an den Ruinen Tampo Colorado vorbei zu denen wir einen kurzen Abstecher machten, von oben kommend konnten wir mit dem Motorrad hindurchfahren. Es ist der am besten erhaltene Incaische Baucomplex an der Kueste. Nach ca. 35 weiteren Km erreichten wir die Panamericana. Je weiter es zur Kueste ging umso wuestenhafter wurde die Landschaft. Bei Ica fuhren wir zu der 5 Km entfernten Oase Huancachina. Die, umgeben von riesigen Sandduenen, an ein Maerchen aus 1001 Nacht erinnert. Hier werden wir Weihnachten verbringen. Wir kamen in der Hosteria Suiza unter, die sehr gepflegt ist und einen schoenen Pool besitzt.

21.12.2003 Huancachina 18.Fahrtag 31Km
HuancachinaGestern gab es noch ein Sandboardrennen die große Duene herab war ein Slalomkurs gesteckt und danach gab es noch Spruenge ueber eine Schanze. Es war interessant zuzusehen. Nach dem Fruehstueck fuhren wir 15 Km Richtung Pisco nach Guadalupe, an der Panamericana hatten wir gestern bei der Herfahrt Staende gesehen an denen es Fruechte und Wein zu kaufen gab. Wir deckten uns mit Trauben , Aepfeln, Mangos und einer 2 Liter Flasche Wein ein, Weihnachten will ja auch gefeiert werden. Den Rest vom Tag verbrachten wir am Pool.



22.12.2003 Huancachina
HuancachinaHeute fuhren wir gleich morgens mit dem Motorradtaxi nach Ica. Geldtanken und Friseur war angesagt. Zuerst war Werner dran und dann ich, ich wollte erst mal schauen wie der Schnitt wird. Jetzt sind meine Haare wieder kurz, bei dem Wetter genau richtig. Wir schwitzen hier bei ueber 30 Grad, aber am Pool und beim Nichtstun ist es ganz angenehm. Doch man merkt auch hier, dass es langsam Weihnachten wird. Ueberall werden die bunten Lichterketten angebracht.
Ach ja, die Flasche Wein reicht nicht mehr bis Weihnachten, werden uns wohl noch eine kaufen, wenn wir schon im beruehmten Weinanbaugebiet von Peru sind.

23.12.2003 Huacachina
HuancachinaGestern Abend sind wir noch auf die Sandduenen geklettert, das Hochgehen war sehr muehselig, immer wieder rutschten wir im Sand nach unten. Aber ist man erst auf einem Duenenkamm angekommen, geht es schon um einiges leichter. Es war einfach gigantisch. Wo man nur hinblickte gab es nur Sand. Wir schauten uns noch den Sonnenuntergang an eher es wieder zurueck ins Hotel gingen. Dieser Tag war wieder mal zum ausruhen und relaxen am Pool. Abends fuhren wir noch nach Ica um ein Internetcafe zu suchen in dem es moeglich war unsere Photokarten, die langsam alle voll sind, auf CD zu Brennen. Es war leider (zum Glueck wenigstens dies) nur moeglich unsere Compact Flash Karten zu brennen.

24.12.2003 Weihnachten in der Oase 19.Fahrtag 29Km
Huancachina Huancachina Nachdem gestern unser koestlicher Wein zu Ende ging, fuhren wir heute Morgen nochmals los um eine neue Flasche zu kaufen. Zuvor musste Werner noch ein paar Sachen am Motorrad ueberpruefen, was nach nun fast 5000 Km auch noetig war. Den Rest des Tages verbrachten wir, wie auch sonst, faul in der Sonne liegen am Pool, die Palmen und die Duenen betrachtend. Als es dann auf Abend zuging und der Hunger etwas durchkam gingen wir unser Weihnachtsmenue essen zudem es zum Abschluss noch einen Pisco Sour gab. Danach widmeten wir uns unserer neuen Weinflache und knabberten ein paar Chips dazu. Als wir spontan von dem Hotelbesitzer aufgefordert wurden, doch mit ihnen das Weihenachtsfest zu feiern (Hier in Suedamerika faengt man erst abends ab ca. 10 Uhr an zu feiern). Als Weihnachtsessen gab es koestliches, auf dem Holzkohlegrill gebratenes, Spanferkel mit allerlei Beilagen. Dazu noch mehr Wein und Pisco. Es war ein sehr schoener Abend (Nacht).

25.12.2003 Huancachina
Wir sind immer noch hier, weil es einfach schoen ist.

26.12.2003 Huacachina - Nasca 20.Fahrtag 147Km
Aussichtsturm von Maria ReicheDa es nur 146 Km ueber die Panamerikana nach Nasca zu fahren waren, begannen wir den Tag langsam und gemuetlich mit einem Fruehstueck und anschließendem packen. Gegen 10:30 Uhr fuhren wir los. Sobald wir Ica hinter uns hatten fuehrte die Strasse wieder durch die Kuestenwueste Perus. Nur wenn eine Ortschaft durchquert wird gibt es Gruen. Der Anbau wird Bewaesserungskanaele moeglich die zum groeßten Teil noch von den Inca gebaut wurden und heute noch lebensnotwendig fuer die Bewohner sind. Bei Nasca kann man diese besichtigen. Mumie im Gräberfeld von Chauchilla Am Aussichtsturm der von der Deutschen Forscherin Maria Reiche neben der Panamericana errichtet wurde erhaschten wir erste Blicke auf die Scharrbilder. Kurz darauf erreichten wir Nasca, hier nahmen wir ein Zimmer im Hotel Alegria. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten gingen wir ins Tourbuero nebenan um einen Rundflug ueber die Scharrbilder fuer den naechsten Morgen zu buchen. Frueh am Morgen soll die Sicht noch am besten und der Flug wegen des schwaecheren Windes noch am angenemsten sei, da es nur sehr kleine Maschinen fuer 3-5 Personen sind. Wir handelten noch einen Ausflug fuer den Nachmittag aus. Nachdem wir uns noch in einem Restaurant gestaerkt hatten ging es um 3:00 Uhr los. Goldgräber Mit einem Kleinbus fuhren wir zu dem Gräberfeld von Chauchilla, hier gibt es einige freigelegte Graeber mit sehr gut erhaltenen Mumien zu besichtigen. Der Fuehrer erzaehlte, dass es hier um die 3000 solcher Graeber gibt. Danach besichtigten wir noch eine Keramikwerkstatt, in der gezeigt wurde wie die Replicas der alten Nasca Keramik hergestellt wurden und anschliesen konnten einige Stuecke, die wirklich sehr schoen sind, erworben werden. Bei den Goldgraebern welche zum Schluss noch besucht wurden, wurde uns die Gewinnung vom Abbau im Berg bis zum letzlich sehr winzigen Goldstueckchen erläutert. Der ganze Ausflug dauerte etwa 3 Stunden, so dass wir gegen 18:00 Uhr wieder im Hotel waren.

27.12.2003 Nasca - Rundflug
Trapetz Am Flugplatz Um 7:00 Uhr wurden wir mit dem Taxi zum Flughafen gebracht. Da zwei weitere Personen fuer diese Uhrzeit den Flug gebucht hatten, jedoch nur drei in der ersten Maschine Platz hatten entschied sich Petra zu warten bis ich zurueckkomme denn so konnte sie selbst auch noch ein paar Bilder machen. Schon kurze Zeit spaeter hob des Flugzeug ab. Es war sehr interessant und es gab viele Fotos von denen einige nach unserer Rueckkehr auf unserer Homepage www.m-r-s.de.vu zu sehen sein werden. Nachdem mein Flug zu ende war kam kurze Zeit spaeter Petra an die Reihe. Sie kam in ein etwas groeßeres Flugzeug das fuenf Passagiere mitnahm. Anscheinend flog diese Maschine auch hoeher denn auf den Bildern von Petra sind die Linien und Trapeze besser zu erkennen im Gegensatz zu meinen, auf denen die Figuren deutlicher sind.

28.12.2003 Nasca - Camana / La Punta 21.Fahrtag 398Km
Panamericana nach Camana Heute fuehrte uns der Weg die Panamericana, zum groeßten Teil an der Kueste entlang, nach Camana. Einem Staedtchen an der Kueste gelegen in dessen unmittelbaren Naehe das kleine Badeoertchen La Punta liegt, das auch viele Einheimische aus der Andenregion zu einem Badeurlaub besuchen. Es sind noch etliche Beschaedigungen der Flutwelle von 2001 zu sehen die durch ein Seebeben 80 Km vor der Kueste ausgeloest wurde. Aber der Wiederaufbau geht sichtbar voran. Restaurante La Caleta Die Strecke war sehr abwechslungsreich, es war sehr faszinierend wie sich die Farbe das Sandes entlang der Strecke stetig aenderte von Weis, Rotbraun bis fast Schwarz war alles vorhanden. Auch gibt es stellenweise Sandduenen die ueber die Strasse wandern. In den Buchten gab es ebenfalls durch das Tuerkisfarbene Wasser, die Weise Gischt und die zum teil Roten Felsen ein schoenes Farbenspiel der Natur. In La Punta fanden wir ein schoenes Zimmer im Hotel Guli. Das Motorrad konnten wir gegenueber in einer Garage (Hof) abstellen.

01.01.2004 Silvester an der Kueste
Am Strand bei La Punta Uns gefiel es so gut in La Punta, dass wir uns entschlossen Silvester hier zu verbringen. Mittlerweile kannten uns schon einige Leute. Sei es der Schirmmann der uns jeden Morgen den Sonnenschirm am Strand eingrub, die Leute vom Restaurant "La Caleta" gegenueber des Hotels in dem es die besten Fisch- und Meeresfruechte Gerichte gibt, und in dem wir uns das Fruehstueck nach Belieben zusammenstellen konnten, bis auf Sachen die es in keiner Tienda (Geschaeft wie sie es bei uns in Deutschland frueher in den Doerfern auch gab bis die großen Supermarktketten ihre Existenz vernichteten) des Ortes zu kaufen gab. Die etlichen Verkäufer vom Strand die Eis, heiße Maiskolben, Sueßigkeiten, Zigaretten etc. an den Mann bringen wollen. Und natuerlich auch von den umliegenden Restaurants die Verkäufer die einem die Fischplatte und das Bier an den Strand bringen. Silvester wurde es dann auch sehr voll im Ort und am Strand, es kamen hunderte von Leuten, wie es der Schirmmann gesagt hatte. Es war aber trotzdem sehr angenehm und gemuetlich. Zu meinem Geburtstag am 01. gab es dann auch eine riesige gemischte Platte mit Fisch und Meersfruechten und einigen Bieren am Strand fuer uns zwei.

02.01.2004 La Punta - Arequipa 22.Fahrtag 170Km
Strecke nach Arequipa Schweren Herzens verabschiedeten wir uns nach dem Fruehstueck, wir wollen ja noch ein paar andere Orte Perus kennen lernen. So ging es wieder in hoehere Lagen, in die zweit groeste Stadt Perus, nach Arequipa auch die Weise Stadt genannt wegen der vielen Gebaeuden aus weiß leuchtendem vulkanischen Tuff. Hier in 2400 m Hoehe ist die Temperatur das ganze Jahr ueber Fruehlingshaft um die 24 Grad. Die Panamericana ist in sehr gutem Zustand so das wir die Strecke in knapp 3 Stunden ohne groessere Anstrengung bewaeltigen konnten. Einzig der entgegenkommende Verkehr erfordert hier große Konzentration denn es ist immer mit Fahrzeugen zu rechnen die hinter einer Kuppe oder in einer Kurve einen Bus oder LKW ueberhohlen. Im Hotel "Las Torres de Ugarte" fanden wir auch einen Platz fuer unser Motorrad was in groesseren Staedten nicht immer so einfach ist denn oft sind die Hotels im 2 Stock der Gebaeude und haben keinen Parkplatz mit dabei.

03.01.2004 Arequipa
Arequipa Plaza de Armas Den heutigen Tag haben wir genutzt um in den Geschaeften etwas zu bummeln und einzukaufen. Es gab fur uns beide je eine neue Hose auch fand sich ein Schuster bei dem ich die Sohlen meiner Sandalen, die sich immer mehr abloesten, ankleben lassen konnte. Am spaeten Nachmittag bummelten wir dann noch durch etliche Souvenir Staende. Leider konnten wir hier nichts mitnehmen da wir nicht viel Platz auf dem Motorrad haben.




04.01.2004 Arequipa
Klosterstadt Waschkrüge im Kloster Heute stand etwas Kultur auf dem Programm, wir besichtigten das Monasterio(Kloster) de Santa Catalina das mehr als 400 Jahre von der Außenwelt abgeschirmt war und erst seit 1970 der Oeffentlichkeit zur Besichtigung freigegeben wurde. Es war sehr interessant zu sehen wie die Nonnen damals lebten.




05.01.2004 Arequipa
Eigentlich wollten wir heute zum Colca Canyon, zweit tiefster Canyon der Welt, tiefster Canyon ist der Cotahuasi Canyon auch ganz in der Naehe von Arequipa jedoch Touristisch nicht erschlossen (der Grand Canyon soll nichts dagegen sein) aber das Wetter schien uns heute nicht so besonders, es war Morgens schon leicht bewoelkt und wir waren auch schon recht spaet dran. Mittags fing es dann auch schon etwas das Regnen an. Na ja vielleicht klappt es morgen. Der Tag verging auch so ohne Probleme und wir hatten wieder etwas Zeit ein paar Berichte von Dezember nachzutragen.

06.01.2004 Arequipa - Colca Canyon - Cabanaconde 23.Fahrtag 244Km
Nach Cabanaconde Heute Morgen hieß es : "Auf zum zweiten Anlauf". Wir aenderten zwar unsere geplante Strecke, denn wir wollten zuerst die alte Strasse von Arequipa aus nach Chivay fahren, welche zwischen den Vulkanen Misti und Chachani verlaeuft. Da aber die Strassen noch sehr feucht waren und die Strecke nur eine Erdpiste und der Boden von dem Regen der letzten Tage doch schon sehr durchgeweicht und schmierig ist, fuhren wir die neue Strasse welche bis zum Abzweig nach Juliaca komplett Asphaltiert ist. Landschaftlich war auch diese Strecke nicht schlecht, wir fuhren halt nur am Vulkan Chachani vorbei. Man merkte auch schon wieder, dass wir an Hoehe gewannen. Nach Cabanaconde Es wurde naemlich mit jedem Kilometer den wir fuhren kaelter, so dass wir unsere dicken Sachen anziehen mussten. Am Abzweig nach Chivay, die Asphaltstraße fuehrt weiter nach Puno ging es auf einer Erdpiste die mit großen Pfuetzen uebersaeht war weiter. Nachdem wir ein weiteres Stueck auf der normalen Route gefahren sind, war der direkte Weg nach Chivay mit Erdhaufen versperrt, weswegen auch immer, vielleicht ein Erdrutsch. Auf jeden Fall hieß es einen Umweg in Kauf nehmen. Also erstmal Richtung Cusco, einen Bogen um Chivay herum und dann vom Norden her anfahren. Was natuerlich alles Zeit kostete. Terassen von Maca Die Regenwolken kamen auch immer naeher und tiefer (am Nachmittag gibt es zu dieser Jahreszeit fast immer Regen). Als wir in Chivay ankamen schien zwar die Sonne noch etwas aber die Wolken drueckten sich schon sehr nach unten. Die ersten Km durch den Colca Canyon konnten wir noch ins Tal blicken und die herrlichen Terassenfelder bei Macra bestaunen. Doch ploetzlich waren wir mitten im Nebel. Cabanaconde Als wir dann endlich den Mirador "Cruz del Condor" erreichten, war gerade noch die Hand vor den Augen zu sehen. Wir waren zwar jetzt an der schoensten Stelle des Canyons, haben aber davon nichts gesehen, geschweigeden einen Condor. Na ja muessen wir halt bei unserer naechsten Peru Reise noch einen Versuch starten. Etwas enttäuscht fuhren wir die naechsten 12 Km nach Cabanaconde wo wir im netten Hostal Posada del Conde uebernachteten.

07.01.2004 Cabanaconde - La Punta 24.Fahrtag 233Km
Zurück zur Küste Zurück zur Küste Da uns der Besitzer des Hotels erklaerte, dass der Nebel jetzt normal sei und es fast unmoeglich ist einen Condor zu sehen, es auch sehr kalt war ohne Sonnenschein, entschlossen wir uns, wieder auf den Weg Richtung Kueste zu machen. Denn so langsam muessen wir auch wieder den Rueckweg nach Ecuador antreten es liegen immerhin noch fast 3000 Km Panamericana vor uns. Also fuhren wir eine sehr kurvige und mit Serpentinen gespickte Erdpiste ueber Huambo und Huacan auf die Panamericana Richtung Camana zurueck. Je weiter wir zur Kueste kamen umso waermer wurde es wieder, die Landschaft aber auch wieder um so trostloser. In La Punta uebernachteten wir wieder.

08.01.2004 La Punta - Puerto Inka 25.Fahrtag 241Km
Küste Küste Heute hatten wir nur 230 Km zu fahren und die Strasse (Panamericana) ist sehr gut, so blieben wir noch bis Mittag in La Punta und aßen noch mal eine gute Fischplatte im Restaurant La Caleta. Danach ging es frisch gestaerkt nach Puerto Inka. Einer aus Bungalows bestehenden Hotelanlage in einer Bucht, in der auch die Ruinen der alten Hafenstadt aus der Inka Zeit teilweise vorhanden und zu besichtigen sind. Da wir des oefteren anhielten um Fotos zu machen oder ganz einfach nur um zu schauen, wurde es trotzdem spaeter Nachmittag bis wir ankamen. Den stetigen Wechsel der Landschaft kann man einfach nicht beschreiben. Nach jeder Kurve bot sich ein anderes faszinierendes Bild.

10.01.2004 Puerto Inka
Puerto Inka Die letzten zwei Tage verbrachten wir nur faul am Strand oder auf der Terrasse vor unserem Bungalow mit Blick auf die Bucht.






11.01.2004 Puerto Inka - San Vincente de Canete 26.Fahrtag 464Km
Nach 2 Tagen Faulenzen hieß es wieder: Weiterfahren. Die bereits in suedlicher Richtung gefahrene Strecke ueber Nasca, Ica und Pisco. Nur ging es diesmal weiter Richtung Norden nach San Vincente de Canete. Bei der Fahrt Richtung Sueden kamen wir ja aus den Anden ueber Pisco auf die Panamericana. In San Vincente de Canete fanden wir ein annehmbares Hotel mit Unterstellmoeglichkeit fuers Motorrad, dass diesmal in die Kueche zwischen den Zwiebel- und Kartoffelsaecken seinen Platz fand und daneben wurde die Gemuesesuppe gekocht.

12.01.2004 San Vincente de Canete - Lima - Casma 27.Fahrtag 511Km
RuineEigentlich wollten wir heute bis nach Trujillo kommen, aber die Fahrt durch Lima erwies sich doch sehr zeitaufwaendiger als wir gedacht hatten. Laut Stadtplan fuehrte die Panamericana Autobahn aehnlich durch Lima durch. Da aber eine Beschilderung nur fuer abgehende Strassen vorhanden war und wir auf der Hauptstrasse blieben, was sich als falsch herausstellte, waren wir auf einmal irgendwo in Lima. Ein Polizist zeigte uns auf dem Plan wo wir waren, wie wir durchs Zentrum und wieder zurueck auf die Panamericana kommen. Auf dem Plan sieht das ganz einfach aus. Der Verkehr ist sowieso total kaotisch. Ampeln nur eine Empfehlung, man duerfte fahren bei Gruen, aber es ist nicht gesagt dass man kann. Fahrbahnmarkierungen, falls vorhanden, interessieren sowieso niemanden, gefahren wird wo Platz ist. Blick auf Casma Dieser Stiehl ist zwar in ganz Peru verbreitet aber in einer Stadt wie Lima doch noch etwas extremer. Die Beschilderung, falls vorhanden, laesst auch zu wuenschen uebrig. Ich war etwas entdeuscht von der Hauptstadt Perus. Es gibt zwar sehr viele schoene große alte Bauwerke und Hauser im Zentrum, die aber durch den Verkehr und den vielen Bussen herum untergehen. Werner sah nur die Busse um sich herum und sonst nichts. Endlich wieder auf der Panamericana startete Werner mal wieder durch, was wir auch gleich bezahlen mussten. Ausgerechnet hier hatten sie Radar, anstelle der noch erlaubten 45 km/h fuhren wir schon 75 km/h. Das kostete uns 70 Soles (20 Dollar oder eine Uebernachtung in einem guten Hotel). Na ja Werner gab zumindest die naechsten Km nicht ganz so viel Gas bei Beschraenkungen. So gegen 17.00 Uhr kamen wir in Casma an. Nach Trujillo waeren es noch ca. 3,5 Stunden, also entschlossen wir uns hier zu uebernachten.

13.01.2004 Casma
Sechin Sechin Nachdem wir gestern ein sehr schoenes Hotel mit Pool, den wir bei der Hitze ausgiebig nutzen werden, ueber 30 Grad im Schatten, gefunden haben. Entschlossen wir uns 1-2 Tage zu bleiben und uns die Ruinen von Sechin ansehen über die wir im Reiseführer gelesen haben.





14.01.2004 Casme - Huanchaco 28.Fahrtag 201Km
Casa Suiza in Huanchaco Heute ginge se weiter nach Trujillo, oder besser gesagt nach Huanchaco. Dem kleinen Surferdoerfchen 5 Km noerdlich von Trujillo. Hier waren wir schon Anfang Dezember bevor wir nach Caraz durch den Canyon del Pato fuhren. Da es ja nur noch knappe 200 Km waren, kamen wir schon so gegen 13 Uhr an. Natuerlich fragten wir wieder im Casa Suiza nach einem freien Zimmer, wo wir auch diesmal unterkamen. Hier wollen wir 2 Tage bleiben und dann weiter Richtung Piura und Nordkuest nach Mancora oder Zorritos fahren und noch etwas Badeurlaub machen.

15.01.2004 Huanchaco
Den heutigen Tag nutzten wir um so ziemlich alle Eintraege unserer Reise nachzutragen, am Strand zu sitzen und sonstigem Nichtstun.

16.01.2004 Huanchaco - Piura 29.Fahrtag 437Km
Nachdem wir im Hotel Casa Suiza unsere ganzen Photokarten auf CD gebrannt haben so das wir wieder einige Bilder machen koennen (bis jetzt ca. 970) ging es heute ueber Chiclayo, eine Stadt die man nicht gesehen haben muss (ca. 10 Km vorher riesige Muellberge an der Panamericana), durch die fast 200Km lange Wuestenstrecke nach Piura. Es war wirklich sehr heiß fast 40 Grad so dass auch der Fahrtwind nicht mehr kuehlte und wir froh waren als wir im Hotelpool eine kleine Erfrischung fanden und danach ein kaltes Bier (das verdunstete bevor es im Magen war) trinken konnten.

17.01.2004 Piura - Zorritos 30.Fahrtag 303km
Bungalows Costa Azul Beim Grillen In aller Ruhe brachen wir im laufe des Vormittags auf. Die heutige Strecke war innerhalb 3-4 Stunden bewältigt, nur die Suche nach einer Unterkunft zog sich etwas hin. Da wir wussten, dass wir einige Tage hier verbringen wollten, waren wir natürlich etwas wählerisch. Direkte Strandlage, kein Touristenbunker, Restaurant vor Ort, ein sicherer Platz fürs Motorrad, natürlich auch gemütlich und das alles zu einem guten Preis, waren unsere Vorstellungen. Sonnenuntergang Unsere Suche und Ausdauer wurde belohnt. In der Bungalow Anlage Costa Azul fanden wir was wir suchten. Es waren 5 wunderschöne Tage die wir hier verbrachten. Die Tage waren ausgefüllt mit schlafen, essen, trinken, baden, sonnen, faulenzen und lesen. Auch hier war das Essen sehr gut, vor allem die gegrillten Austern.





22.01.2004 Zorritos -Grenze Peru/Ecuador - Puerto Lopez 31.Fahrtag 511Km
Heute hieß es Abschied nehmen, aber wir waren nicht all zu lange traurig, denn unser nächstes Ziel galt ebenfalls einen schönen Ort.
Puerto Lopez Die Fahrt bis nach Aguas Verdes (Peruanischer Grenzort) verlief ohne Probleme, etwa 2 km vorher mussten wir bei der Peruanischen Migracion unsere Stempel in den Ausweisen besorgen. Danach ging es mitten durch den Trubel zur Grenzbrücke. Hier bekamen wir vor der Brücke (peruanische Seite) die Stempel fürs Carnet, knappe 10 m weiter auf der anderen Seite, die Einreisestempel für Ecuador. Danach ging es etwa 5 km auf der Panamericana weiter bis wir zur Ecuadorianischen Migracion kamen, hier bekamen wir unsere Stempel in die Pässe. Da dies alles reibungslos ablief und ohne Wartezeiten vonstatten ging, entschlossen wir uns heute bis nach Puerto Lopez durchzufahren.

23.01.2004 Puerto Lopez
La Teraza Seit gestern Abend 19:30 Uhr sind wir nun hier. Bei Peter Bernhard in der Hosteria La Terazza. Zur Begrüßung und um den Staub von den Lippen zu bekommen, stießen wir erst mal mit einem schönen kühlen Bier auf unser Wiedersehen an. Obwohl es schon 3 Jahre her ist, seit wir das letzte Mal hier waren, fühlten wir uns sofort wieder heimisch, auch Peter dachte, es wäre erst letztes Jahr gewesen, das wir hier waren. Es wurden 11 schöne Tage, die wir dieses Mal hier verbrachten.
Natürlich fuhren wir öfters in den Nachbarort Salango um dort die guten Spondylus Muschel zu essen. Mal mit Erdnußsoße, mal mit Knoblauch und Kräutern oder al vapor. Auch die anderen Fischgerichte waren nicht zu verachten. So hieß es auch hier für uns: Essen, trinken, schlafen, baden, sonnen, faulenzen, lesen und Nichtstun und dass alles bei herrlichem Wetter. Das Baumeln in der Hängematte darf man natürlich auch nicht vergessen.

02.02.2004 Puerto Lopez - Mindo 31.Fahrtag 495Km
Eigentlich sollte es heute sehr früh losgehen, aber irgendwie sind wir von La Terazza nicht losgekommen. Um 10:30 Uhr standen wir erst von der Terrasse auf und schwangen uns aufs Motorrad. Wir winkten Peter solange zu, bis wir über den Hügel verschwanden. Unsere Fahrt führte uns über Manta nach Santo Domingo de los Colorados von hier aus wollten wir über die Anden nach Quito fahren. Da aber der Himmel genau in dieser Richtung ziemlich dunkel war und wir keine Lust hatten im Regen zu fahren, entschlossen wir uns einen kleinen Umweg zu machen. Also fuhren wir weiter Richtung Norden um dann Richtung San Miguel de los Bancos zu fahren. Diese Strecke war landschaftlich sehr schön und abwechslungsreich aber durch die vielen Kurven auch sehr zeitaufwändig. Auch wurde es wieder kälter. Denn mittlerweile befanden wir uns auf 1500 Höhenmeter (nach unserem langen Aufenthalt an der Küste, doch schon wieder eine große Umstellung). Also blieben wir für eine Nacht in Mindo um uns wieder etwas zu akklimatisieren.

03.02.2004 Mindo - Quito 32.Fahrtag 91Km
Die letzten Kilometer unseres Motorrads Urlaubs haben wir heute gefahren. Wir hatten schon etwas Wasser in den Augen. Wie schnell verging doch die Zeit, haben wir längst nicht alles gesehen Cusco, Machu Pichu und den Titicacasee um nur einiges zu nennen, aber wir werden bestimmt wieder nach Suedamerika kommen.
Den nächsten Tag verbringen wir damit uns um den Rücktransport fürs Motorrad zu kümmern. So wie uns gesagt wurde, ist die Palette noch da und wir können am Montag das Motorrad verpacken. Also haben wir noch ein paar Tage Luft, daraufhin fahren wir kurzentschlossen für 2 Tage nach Papallacta.

05.02.2004 Quito - Papallacta - Quito 33.-34.Fahrtag 178Km
Und wieder einmal winden wir uns über den Papallacta Pass um danach in das herrlich heiße Thermalwasser zu sinken. Doch wir mussten leider feststellen, dass das Wasser nicht mehr ganz so heiß war, denn das Hotel La Posada wurde vergrößert und natürlich auch mehr Badebecken angelegt, was bedeutet, dass das vorhandene heiße Wasser aufgeteilt werden muss und so die einzelnen Becken nicht mehr so viel heißes Wasser bekommen. Wir genossen den Aufenthalt trotzdem, denn im Vergleich zu den Außentemperaturen war es höllisch heiß. Auch aßen wir wieder gute Forellen, welche aus den frischen Gebirgsbächen geangelt werden. Am Freitag den 6. Februar fuhren wir gegen Nachmittag wieder nach Quito zurück.

07.02.2004 Quito
Da Papallacta nun wirklich die letzte Fahrt für diesen Urlaub war, wuschen wir heute das Motorrad und wechselten noch den alten Hinterreifen. Das konnten wir alles bei Galo einen Bekannten in seiner Mercedes Werkstatt machen. Wir lernten ihn in unserem letzten Urlaub in Ecuador kennen, als wir auf der Suche nach einer Werkstatt waren, um unseren kaputten Zylinderkopfdeckel zu schweißen.

08.02.2004 Quito
Heute tauchten wir in eine Welt der Orchideen unter. Wir gingen auf eine Ausstellung in der Orchideen aus aller Welt arrangiert waren. So viele Farben und Formen und das in den unterschiedlichsten Größen. Es war ein Meer von Orchideen.
Danach machten wir noch einen Stadtbummel und kauften ein paar Kleinigkeiten ein.

09.02.2004 Quito
Rücktransport So, heute Morgen um 10 Uhr wollten wir uns bei der Transportgesellschaft treffen, um anschließend das Motorrad zu verpacken. Aber wie es nun mal so ist, wir wurden wieder fortgeschickt, die Palette war noch nicht da. Aber nachmittags um 15 Uhr sollte sie da sein. Schon etwas schlecht gelaunt zogen wir ab, denn schließlich hatten wir es ja schon vor einigen Tagen besprochen. Aber so ist es nun mal. Warten heißt die Devise. So gegen 15 Uhr versuchten wir unser neues Glück und siehe da, es klappt ja doch irgendwann mal alles. Wir machten uns auch gleich dran das Motorrad so weit wie nötig auseinander zu nehmen und zu verzurren. Danach wurde es noch mit Folie umwickelt. Rücktransport Jetzt muss nur noch der Schreibkram erledigt werden. Doch das "nur noch" zieht sich wieder hin. Selbst bis zu unserem Abflug am Donnerstag haben wir das Carnet noch nicht. Aber was sollīs, wir haben ja einen Agenten damit beauftragt dies zu erledigen. Wäre nur schön gewesen wenn wir die Papiere gleich mitnehmen hätten können. So müssen sie uns eben zugeschickt werden.

12.02.2004 Rückflug
Heute Morgen kauften wir noch frische Rosen für den Transport als Mitbringsel aus Ecuador ein. Danach gingen wir noch etwas Essen und schon war es Zeit um zum Flughafen zu fahren. Ja nun ist er rum unser Urlaub. Der Abschied fällt uns doch etwas schwer. Aber in unseren Gedanken sind wir noch in Peru und Ecuador. Wir wissen auch schon heute: Der nächste Trip führt uns wieder nach Südamerika.

Rückblick
An 33 reinen Fahrtagen legten wir ca. 8500 Km durch Peru zurück. Wobei die Strecken durch die Anden, im Vergleich zur wüstenhaften Küste die Abwechslungsreicheren und Landschaftlich schöneren der Reise waren. Jedoch sind die Erdpisten der Anden um einiges schwieriger zu fahren als die durchgehend Asphaltierte Panamericana, machen aber auch mehr Spaß. Auch gefielen uns die oft kleinen Städtchen und Dörfer in den Anden besser als die großen Städte an der Küste. Von denen Lima, durch die Abgase der vielen Busse und des oft grauen Himmels, mit die abstosenste ist. Zum erholen und relaxen ist La Punta das ganz im Süden gelegene Badeörtchen, die Küste bei Zoritos und die Oase Huancachina am schönsten. Schade nur das wir die Strecke von Huancavelica bis Cusco und Puno wegen der doch starken Regenfälle nicht mehr fahren konnten.



Stand 29.04.2004